Weiße Weihnacht mit Verspätung

Der erste Schnee in Rees. Auf dem Markt wird Schnee geräumt, während Kinder mit ihrem Schlitten von dannen ziehen.
Der erste Schnee in Rees. Auf dem Markt wird Schnee geräumt, während Kinder mit ihrem Schlitten von dannen ziehen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Wintereinbruch überzog Emmerich und Rees mit Zuckerguss. Zu kalt: Schnee blieb liegen. Kinder hatten Spaß an der weißem Pracht und bauten Schneemänner. Autofahrer verhielten sich vorsichtig. Polizei meldete keine Glatteisunfälle.

Emmerich/Rees..  Der erste Schnee fiel Samstagfrüh und überzog auch Emmerich und Rees mit Zuckerguss. Kinder, die auf dem Schlitten durch die Innenstadt gezogen werden und Schneebälle werfen - dieses Bild bietet sich hier nicht allzu häufig. Die Streufahrzeuge hatten ihre ersten Bewährungsproben zu bestehen. Vor der eigenen Haustür wurde der erste Schnee weggekehrt.

Wer muss Schnee wegräumen?

Von einem Verkehrschaos zum Wintereinbruch konnte keine Rede sein, die Polizei in Kleve vermeldete bis Sonntagnachmittag keinen Glatteis-Unfall auf den Straßen des Kreises Kleve, allerdings kam es hier und da zu bösen Stürzen, und dies auch deshalb, weil die Leute mit glatten Ledersohlen unterwegs waren. Wer ist eigentlich dafür zuständig, den Schnee aus dem Weg zu räumen?

Bei Hausbesitzern ist der Fall klar: der Eigentümer. „Grundsätzlich sind Städte und Gemeinden für die Winterpflichten verantwortlich, die diese meistens über Ortssatzungen an die Grundstückseigentümer übertragen“, erklärt Claus O. Deese vom Mieterschutzbund.. „Der Mieter kann zum Räumen und Streuen herangezogen werden, wenn eine entsprechende Vereinbarung im Mietvertrag vorhanden ist.“

Aber wer auch immer den Winterdienst verrichtet, der sollte die Uhr im Auge behalten. „Das Straßen- und Wegerecht schreibt vor, dass Gehwege und Zugänge in der Zeit von 7 Uhr morgens bis abends 20 Uhr von Schnee und Eis geräumt werden und diese Bereiche auch gestreut werden müssen“, weiß Deese. An Sonn- und Feiertagen müsse mit dem Schneeräumen erst um 9 Uhr begonnen werden.

Kranke und Berufstätige müssen sich um Ersatz kümmern und z.B. Nachbarn bitten, den Schnee zu schippen. Schneit es heftig, muss auch mehrfach am Tag geräumt werden. Privatpersonenn ist es aus Umweltschutzgründen verboten, Salz zu streuen, allenfalls maßvoll Sand, Split oder Asche.

Wer nachweislich seine Streupflicht verletzt, dem drohen happige Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen. Ist der Mieter für den Schaden verantwortlich, zahlt in der Regel die private Haftpflichtversicherung.