„Wahrschau Floß“ warnt Schiffe vor demoliertem Steiger

Noch offen ist die Schadenshöhe, die das manövrierunfähige niederländische Gütermotorschiff „Undine“ am Montag bei der Havarie mit dem städtischen Anleger verursacht hat. „Beide Versicherungen, die vom Schiffseigner, als auch unsere vom Anleger, haben bereits ihre Gutachter benannt“, sagt Jutta Conrad-Hering von der Wirtschaftsförderung in Emmerich. Die betreibt den Anleger, vor dem jetzt ein gelbes „Wahrschau Floß“ (rechts) die vorbeifahrenden Schiffe warnt. Wie berichtet, war das mit Sand beladene Frachtschiff beim Einfahren in den Industriehafen mit dem Anleger kollidiert. Dabei riss die 26 Meter lange und zwei Meter breite Brücke aus der Verankerung. Der Versuch des Wasser- und Schifffahrtsamtes, die Brücke mit einem Bagger, der auf dem Verkehrssicherungsschiff „Wesel“ stand, wieder auf den 12 Meter langen Ponton zu hieven, schlug fehl. Zurzeit liegt der Stadt Emmerich ein Angebot der Weseler Firma Hülskens vor, die aber nur die Brücke aufrichten kann. Zwei weitere Offerten von Fachfirmen stehen aus, die gleich die ramponierte Brücke und den Ponton reparieren könnten. „Wenn die Angebote vorliegen, kann man in etwa auch sagen, wie lange die Reparatur dauern dürfte“, sagt Jutta Conrad-Hering. Unterdessen hat das Wasser- und Schifffahrtsamt den niederländischen Frachter am Montagabend wieder freigegeben. „Das Schiff ist Dienstagvormittag ausgelaufen“, sagte Behördenleiter Martin Wolters. /Foto: heinz Kunkel