Vrasselts Ortsvorsteher feiert seinen 70. Geburtstag

SPD Kandidaten Emmerich 2009 Jörg Labod Foto per mail
SPD Kandidaten Emmerich 2009 Jörg Labod Foto per mail
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Jörg Labod wird heute 70 Jahre alt. Was er sich wünscht? Dass das neue Lädchen am Dorfplatz besser läuft. Und dass die Gaststätte Slütter erhalten bleibt.

Vrasselt..  Er ist gerne Ortsvorsteher: „Das macht schon Spaß“, sagt Jörg Labod. Am heutigen Donnerstag vollendet er sein 70. Lebensjahr. Wer ihm gratulieren möchte, ist ab 11 Uhr im Clubheim des SV Vrasselt herzlich willkommen.

Labod stammt aus Neutrebbin im Oderbruch, das durch das Hochwasser 1997 weithin bekannt wurde. 1961 ging es für die Familie „rüber“. Der Vater fand Arbeit in Emmerich. Doch mit dem Neuanfang im Westen platzte für Jörg Labod, damals noch Schüler, ein Traum: „Ich wäre gerne Chemiker geworden, Emmerich war ja damals schon Chemie-Standort.“ Nur ganze drei Monate fehlten zur mittleren Reife.

Also begann er in seiner neuen Heimat eine Lehre als Elektriker bei Kemkes auf der Mennonitenstraße, arbeitete als Geselle bei der NBK in Vrasselt. Danach übte der Elektromeister seinen Beruf in Kleve, Alpen, Moers und Dinslaken aus, bis er 1973 nach Emmerich zurückkehrte, endgültig sesshaft wurde und eine Familie gründete.

35 Jahre bei den Stadtwerken

35 Jahre arbeitete Labod für die Stadtwerke und hat dort die Entwicklung der spannungsreichen elektrischen Leistung hautnah mitbekommen und mitgestaltet: „Von der Handkarre zum Handy, vom Niederspannungs- zum Mittelspannungsnetz, von 7,5 MW auf 35 MW.“ Diese Arbeit habe ihm viel Freude bereitet, dem Chemiker habe er schon bald nicht mehr nachgetrauert. Jörg Labod ist gerne Ortsvorsteher. Dieses Ehrenamt übt er jetzt fünfeinhalb Jahre aus: „Ortsvorsteher ist schöner als Ratsmitglied.“ Das war er nämlich auch einige Jahre für die SPD: „So wie ein Ortsvorsteher um sein Dorf kann sich ein Ratsmitglied nicht kümmern.“

Dazu müsste ein Ratsmitglied viel mehr Freizeit haben, die er nicht hat, weil er in der Regel noch berufstätig ist. „Vrasselt ist ein Dorf, wo was los ist“, sagt er, „wir haben eine gesunde Vereinsstruktur“.
Zwei Wünsche hat der Jubilar: „Dass das neue Lädchen am Dorfplatz besser läuft. Das müsste noch viel mehr angenommen werden.“ Er selbst habe getestet, dass das Lädchen durchaus mit Discountern konkurrieren könne.

Und der zweite Wunsch? Der hat natürlich mit der Zukunft von Slütter zu tun: „Ich wünsche mir für Vrasselt, dass unsere Gaststätte erhalten bleibt, wie auch immer. Nötig ist vor allem der Saal. Ich hoffe, dass sich eine gute Lösung findet.“ Das klingt ganz zuversichtlich.