Vorbildliches Engagement

Die Menschen, die seit Monaten Krieg, Verfolgung und Hunger den Rücken kehren und sich nach Europa aufmachen, sind leidgeprüft. Auch die, die bereits in Emmerich eingetroffen sind, haben vermutlich Schlimmes hinter sich.

Um so schöner, dass sie hier offenbar wirklich willkommen sind. Das Engagement, das Bürger, Vereine, Stiftungen, Kirchen, im Prinzip eigentlich alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens dieser Stadt, ihnen entgegen bringen, ist beispielhaft.

Davon zeugt, sozusagen in gebündelter Form, der Runde Tisch Asyl, an dem auch zwei Betroffene, ein Mann aus Eritrea und einer aus dem Iran, teilnahmen. Ihnen dürfte so viel Hilfsbereitschaft, auch seitens der Stadt, einfach nur gut tun.

Bleibt zu hoffen, dass die Menschen schnell einigermaßen Deutsch lernen, Arbeit finden und soziale Kontakte aufbauen können. Kurzum: das sie Teil des Lebens hier werden.

Dass sich hier sogar zwei Kinder aus Emmerich für die Asylbewerber einsetzen, spricht für sich: 85 Euro hatten die beiden durch den Verkauf von Trödel verdient – und wollten davon Asylbewerberkinder zum Eis einladen. Wenn das kein Willkommensgruß ist.