Von der Fensterbank ins Museum
10.09.2008 | 18:41 Uhr 2008-09-10T18:41:17+0200ÜBERGABE. Die Kontrollboote "Nixe" und "Koblenz" der Bundespolizei ergänzen die Sammlung von Schiffsmodellen im Haus am Martinikirchgang.
EMMERICH. Sie heißen "Nixe" und "Koblenz" und sind die Nummern 151 und 152 in der Sammlung. Gemeint sind die Modelle der Kontrollboote, die die Bundespolizeiinspektion Kleve gestern dem Rheinmuseum übergab. "Das Angebot kam vor einigen Monaten und wir haben freudig Ja gesagt", so Herbert Kleipaß, Leiter des Museums. Die Schiffe seien interessant, weil am Martinikirchgang bereits andere Behörden mit Modellen vertreten sind, darunter der Zoll und die Wasserschutzpolizei.
Rolf Aal, Leiter der Bundespolizeiinspektion Kleve hat die beiden Schiffsmodelle gerne ins Rheinmuseum gebracht: "Die Boote standen bei uns auf der Fensterbank eines Besprechungsraums. Dort wurden sie auch gerne angeschaut, aber eben nur von einem kleinen Kreis." In Emmerich seien die Modelle gut aufgehoben und am richtigen Platz. "Hier waren auch die richtigen Boote im Dienst", begründet der Inspektionsleiter. Und damit auf dem Rhein unterwegs war Polizeihauptkommissar Wolfgang Augustynik, der gestern ebenfalls ins Museum gekommen war: "Ich hatte die Idee, die Modelle hierher zu bringen."
Bereits 1950 wurde die "Nixe" - noch unter britischer Militärverwaltung - zur Passkontrolle eingesetzt. 1951 ging das Passwesen von den Alliierten in deutsche Hände über und nach der Überführung des Passkontrolldienstes war das Boot für den Bundesgrenzschutz unterwegs. Später ging es für die "Nixe" dann nach Emden und die "Koblenz" nahm den Dienst auf. Seit 1994 ist dieses Boot in Neustadt - zum Bedauern von Herbert Kleipaß: "Neben dem Modell wäre auch das Original schön gewesen. Dafür hätte ich Platz geschaffen." (mb)
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