Vom Papier zur Datendrehscheibe

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Emmerich..  Steuerkanzleien heute sind moderne Datendrehscheiben. Wer da am großen Rad mitdrehen möchte, der muss schon über das nötige Know-how verfügen. Vor dem Zweiten Weltkrieg, als Steuerberater Giltjes an der Bahnhofstraße seine Kanzlei aufmachte, die 1963 von Ludwig Wallmeyer und 1982 von Rainer Fölting weitergeführt wurde, ehe vor 20 Jahren Michael Lommen die Kanzleigeschäfte übernahm, war von EDV noch keine Rede. Da lief der Datenaustausch nur über Papier.

Das 20-jährige Jubiläum feiert die Steuerkanzlei Lommen, die mit der Stadt Emmerich seit Jahrzehnten eng verbunden ist, mit 370 geladenen Gästen, darunter auch Bürgermeister Diks, morgen ab 17 Uhr im PAN. Wer dem „Geburtstagskind“ zum 20. etwas Gutes tun will, der kann auf das Konto für die Erdbebenopfer in Nepal spenden.

Renovierung läuft gerade

Die Kanzlei hatte ihren Sitz schon immer an der Bahnhofstraße. Die Räumlichkeiten werden gerade gründlich renoviert. Michael Lommen (52), ein gebürtiger Gocher, trat 1995 in die Kanzlei ein und ist auch der Namensgeber der heutigen Kanzlei-Firmierung. Wegen der nahen Grenzlage betreut er mit seinem 20-köpfigen Team aus Steuerberatern und vereidigten Buchprüfern auch niederländische Mandanten. „Um die Steuer- und Wirtschaftsberatung auf einem hohen Niveau zu halten, arbeiten wir mit ausgesuchten Fachanwälten zusammen und mit Anwälten, die die niederländische Rechtsprechung genau so gut kennen wie die deutsche“, so Lommen. Seine Kanzlei würde niederländische Unternehmen außerdem vor deutschen Gerichten vertreten – erfolgreich, versteht sich. Doch nicht nur größere Firmen, auch Ärzte, Bäcker und Freiberufler zählen zu den insgesamt rund 370 Mandanten. Auch ein ehemaliger Betriebsprüfer aus der Finanzverwaltung bringt sein fundiertes Wissen ein.