Volksbanker Peter Mies verabschiedet

Die Entgegennahme von Orden durch Karnevalsprinzessinnen gehörte zu den angenehmen Pflichten von Peter Mies.
Die Entgegennahme von Orden durch Karnevalsprinzessinnen gehörte zu den angenehmen Pflichten von Peter Mies.
Foto: WAZ FotoPool
Der gebürtige Emmericher wurde zum echten Volksbanker. Nach gut 40 Jahren schied der 62-Jährige jetzt aus. Sein Nachfolger als Marketing-Leiter ist Oliver Schmidt.

Emmerich..  Es war die erste Pressemitteilung, die nicht mehr aus seiner Feder stammte: „Peter Mies verabschiedet sich in seinen wohlverdienten Ruhestand“, teilte sein Nachfolger und bisheriger Stellvertreter Oliver Schmidt mit. Nach dem Reeser Theo Lörcks, der Ende Mai 2014 von Bord ging, schied mit Peter Mies nun ein weiteres „Urgestein“ der Volksbank aus.

Das Bild geprägt

Und weiter heißt es in der offiziellen Pressenotiz: „Peter Mies prägte über 40 Jahre das Erscheinungsbild der Volksbank Emmerich-Rees eG in der Öffentlichkeit.“ Kann man wohl sagen: „Mies war im Laufe seiner Karriere in vielen Bereichen tätig und hat es verstanden, den Weg aus dem analogen in das digitale Zeitalter aktiv zu gestalten.“

Dabei hat der gebürtige Emmericher bei der örtlichen Konkurrenz, der Sparkasse, begonnen. Nach kurzen Stationen in der Landeszentralbank und in der Industrie wechselte er als Zweigstellenleiter am 1. April 1974 zur heutigen Volksbank. Schon früh habe er seine Vorliebe zur Öffentlichkeitsarbeit entdeckt und mit „kreativen Ideen“ aufhorchen lassen. Soweit der Text aus der Vorstandsetage.

Peter Mies (62) kann noch viel mehr erzählen. Beispielsweise, dass er früher die Filme zum Fachdrogisten „Makka“ Janssen auf der Kaßstraße gebracht hat. Denn Janssen hatte auch ein Fotolabor und entwickelte die Filme. Die Abzüge brachte Mies dann zu den Lokalredaktionen. Bequem war, dass sich die NRZ-Redaktion vorübergehend im gleichen Haus befand und Mies nur eine Treppe hinaufsteigen musste: „Peter Ecke saß mit im Bankgebäude, oben im Turm.“

Es konnte also sein, dass eine gute Woche verstrich, bis von der Jubilarehrung oder der Mitgliederversammlung etwas in der Presse erschien. Und heute? Haben die Redaktionen die Digitalfotos mitunter schon eine halbe Stunde später in ihren PCs.

Mies hat die Veränderungen und das Wachstum aus nächster Nähe begleitet. Zunächst noch bei der Darlehnskasse, nach dem Verbund mit Elten bei der Raiffeisenbank und nach der Fusion mit Rees schlussendlich bei der Volksbank. „Wir sind immer größer geworden, und ich war immer nah dran“, sagt Peter Mies. Er hat Vorstände kommen und gehen sehen. Sein letzter, Holger Zitter, hat ihm für 40 Jahre treue Dienste an der genossenschaftlichen Idee die diamantene Ehrennadel angeheftet.

Mies verrät, dass er sich für seinen neuen Lebensabschnitt nichts Konkretes vornehmen und die ruhige Zeit genießen will. Er freue sich auf ein wenig mehr Zeit für seine Hobbys, den Tennissport und Boule – und natürlich auf seine Familie.

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