VdK und HPH knüpfen Freundschaft

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Rees..  Inklusion meint Zugehörigkeit. Was heißt, dass nicht nur Menschen mit Behinderung zu integrieren sind, sondern dass auch Menschen ohne Handicap die Türen aufstehen, wie im Heilpädagogischen Zentrum an der Empeler Straße 1. Hier nämlich ist der Sozialverband VdK regelmäßig zu Gast. Sei es zur gemütlichen Gesprächsrunde oder zu den regulären Sprechstunden. Grund genug, dass die Verantwortlichen vom HPH-Netz und Sozialverband eine Kooperation anstrebten.

„Wir kennen unsere Gäste gar nicht“, war Irina Scholten, Regionalleiterin des LVR-HPH Netzes Niederrhein, zuständig für Rees, Emmerich und Kalkar, zugetragen worden. „Unsere Kunden sitzen in dem einen Raum und trinken Kaffee, die Mitglieder des VdK in einem anderen. Warum sollte man nicht gemeinsam Kaffeetrinken?“ Vieles verbindet beide, Auch der VdK kümmert sich um die soziale Gerechtigkeit seiner Mitglieder, nimmt politischen Einfluss und hat ebenfalls den Anspruch der Zugehörigkeit im Leitbild verankert. So waren es der VdK-Vorsitzende Erwin Semelka und Irina Scholten, die ein erstes Treffen auf dem Fahrgastschiff Stadt Rees organisierten. Nicht 99 aber 50 Luftballons ließen die Menschen mit und ohne Behinderung vom Schiff aus in die Luft steigen und während man beim Kaffeetrinken noch in den vertrauten Gruppen beisammensaß, schaffte es der Shanty-Chor, die Gemeinschaft zu homogenisieren. „Wir haben gemeinsam Seemannslieder gesungen und geschunkelt“, berichtet Doris Petry vom VdK. Und während zuerst nur die Mitglieder des Shanty-Chores in der ersten Reihe standen, hatte sich bald schon der Chor verdoppelt. Wer den Text mitsingen konnte, reihte sich ein.

Mit gemeinsamen Aktionen wollen nun beide Verbände Raum für Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung schaffen, um das Miteinander zu fördern, vielleicht auch Freunde zu werden. „Für Menschen mit Behinderung gibt es Barrieren, die nur zu überwinden sind, wenn sie ein Freiwilliger an die Hand nimmt und begleitet“, bittet Maria Hinckers vom Freiwilligenmanagement Interessierte, sich einzubringen. Für Kurt Ferres war der Schiffsausflug ein tolles Erlebnis. Und auch Johannes und Wilma Wenckowski freuten sich, so schnell guten Kontakt zu den HPH-lern gefundenzu haben.

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