Umstrukturierung spart Stadt Isselburg Kosten

Von Außen sieht das Isselburger Rathaus unverändert aus, im Inneren hat sich einiges verändert. Was die Organisation betrifft.
Von Außen sieht das Isselburger Rathaus unverändert aus, im Inneren hat sich einiges verändert. Was die Organisation betrifft.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Empfehlungen der Organisationsuntersuchung hat die Stadt Isselburg schon zum Großteil umgesetzt. Aus vier Fachbereichen wurden drei.

Isselburg..  Im März 2013 konnte es endlich vermeldet werden: Die Organisationsuntersuchung der Kernverwaltung der Stadt Isselburg ist abgeschlossen. Seither wurde seitens der Stadtverwaltung Isselburg daran gearbeitet, die Vorschläge der Experten umsetzen. Wenige waren es nicht. Insgesamt wurden 44 Empfehlungen in einem 58 Seiten starken Papier der Firma Allevo aufgelistet.

Stelle schnell ausbauen

Ende 2014 vermeldet nun Isselburgs Bürgermeister Rudi Geukes: „Ein Großteil der Empfehlungen der Organisationsunterschung wurde umgesetzt.“ Eine wohl sehr einschneidende Veränderung innerhalb der Stadtverwaltung: Die Umstrukturierung der Kernveraltung von vier auf drei Fachbereiche.

Mit dieser fachlichen Zusammenlegung ging auch eine räumliche Zusammenführung der Mitarbeiter im Fachbereich II einher.

Eine weitere, aus der Organisationsuntersuchung resultierende Aufgabe ist der Aufbau beziehungsweise Ausbau einer Controlling­stelle. Mit Hilfe dieser soll das Berichtswesen der Verwaltung aufbaut und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchgeführt werden. Vor allem auch Kämmerer Mario Deckers wäre froh, wenn diese Stelle möglichst zeitnah ausgebaut würde. Denn Controlling wirke unterstützend bei der Wahrnehmung der Produkt- und Budgetverantwortung. Mit Hilfe des Controllings kann in Zukunft gemessen und überprüft werden, ob die gesteckten Ziele auch erreicht wurden.

Zentrales Gebäudemanagement

Zum Ende des Jahres 2014 wird auch der Aufbau des zentralen Gebäudemanagements abgeschlossen sein. „Aufgabe war es, alle immobilienwirtschaftliche Aufgaben zu bündeln und eine ganzheitliche Sachbearbeitung zu schaffen“, so Bürgermeister Rudi Geukes. Diese soll es dann ermöglichen, alle Gebäudedaten transparent zu überblicken und eine vorausschauende Steuerung der Instandhaltungskosten zu ermöglichen. Insbesondere im Bereich der Prüfung, Wartung und Instandhaltung sowie Sanierungsmaßnahmen seien 2014 deutlich Mittel, beispielsweise durch Kündigung nicht notwendiger Verträge eingespart worden, kann Geukes bereits auf eine positiven Effekt hinweisen.

So will die Stadtverwaltung Isselburg auch weitere Ziele verfolgen. „Es ist unerlässlich, das zentrale Gebäudemanagement im technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Bereich aufrecht zu halten.“ So sollen die Daten nun nachhaltig gepflegt werden, um künftig eine detaillierte Kosten- und Leistungsrechnung im Gebäudemanagement aufstellen zu können.

In seiner Haushaltsrede hat es Kämmerer Mario Deckers bereits angedeutet. Die Personal- und Versorgungsaufwendungen für 2015 fallen im Haushaltsplan schwer ins Gewicht. Gegenüber der Prognose aus 2014 liegen diese im Haushaltsjahr 2015 planmäßig mit 3,931 Million Euro um rund 116 000 Euro über dem damaligen Wert.

Zurückzuführen sei dies insbesondere auf Besoldungs- und tarifliche Erhöhungen, Neueinstellungen sowie die erstmalige Einrichtung eines Rufbereitschaftsdienstes.