Über Asyl ist noch zu reden

Emmerich..  Eine hitzige Diskussion entfachte sich jetzt im Haupt- und Finanzausschuss um die künftige Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Emmerich. Dabei schienen SPD und CDU auf der einen Seite und BGE, Embrica und Grüne auf der anderen Seite inhaltlich gar nicht so weit auseinander zu liegen.

Fakt ist: Mit 13 Ja- und sechs Nein-Stimmen wurde dem Rat der Bau von zwei Übergangswohnheimen empfohlen (die NRZ berichtete). Nachdem die SPD bereits im Vorfeld die Gründung eines runden Tisches beantragt hatte, um die künftige Ausrichtung beim Thema Asyl grundsätzlich zu klären, regte in der Sitzung die BGE zudem die Gründung eines Flüchtlingsrates an.

Als Grundlage für ein Asyl-Konzept könnte das Leverkusener Modell dienen, das eine dezentrale Unterbringung bevorzuge. Deshalb sei es sinnvoll, zunächst nur den Bau eines Übergangsheimes zu genehmigen, sich dann intensiver auszutauschen und gegebenenfalls weitere Beschlüsse zu fassen, so BGE-Chef Gerd Bartels. Bürgermeister Johannes Diks entgegnete, dass Emmerich ja schon dezentral unterbringe. Ein schneller Beschluss jetzt sei nötig, weil...: „Es ist Not am Mann.“

Thomas Meschkapowitz (Embrica) erwähnte die Möglichkeit, mit dem Leverkusener Modell Geld zu sparen. Das bekam Peter Hinze (SPD) in den falschen Hals: „Da können wir ja gleich Pegida anrufen. Wo leben wir denn?“ Meschkapowitz fühlte sich völlig missverstanden – „Unverschämtheit“. Diks musste für Ruhe im Saal sorgen.