TV Elten: Müller setzt auf eine faire Lösung

Christoph Müller (rechts) und Willem In't Veld wollen eine gangbare Lösung für alle Waldbesucher.
Christoph Müller (rechts) und Willem In't Veld wollen eine gangbare Lösung für alle Waldbesucher.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Mountainbike-Trainer des TV Elten, Christoph Müller, setzt bei der umstrittenen Strecke auf dem Eltenberg auf eine Spezialwege-Lösung wie bei den Reitern.

Elten..  Die Mountainbiker und der Eltenberg – das wird langsam zum Dauerthema. Auch Christoph Müller, gemeinsam mit Willem in’t Veld Trainer der MTB-Radler beim TV Elten, macht sich als direkt Betroffener seine Gedanken. Und hofft dabei vor allem auf eine faire Lösung aller Beteiligten.

„Nach den geltenden Gesetzen und Verordnungen in Nordrhein- Westfalen gibt es derzeit keine bis wenige Möglichkeiten, Radfahrer komplett aus dem Eltener Wald zu verbannen“, erklärt Müller in einer schriftlichen Stellungnahme, die der NRZ vorliegt. Es gäbe einige Wege, auch unbefestigte, die eine Nutzung sowohl mit dem Fahrrad, als auch zu Fuß möglich machen. Hier begänne, so Müller, das Problem: „Viele Wege dürfen von Fußgängern, Radfahrern und Reitern gleichermaßen genutzt werden.“

Unterscheidet man hier auch noch die Mountainbiker von den Radtouristen, dann fällt auf, dass sich alle vier Gruppen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen. Müllers Fazit: „Hier entsteht das Konfliktpotenzial, welches zu minimieren ist.“

Der Mountainbiker setzt auf eine ähnliche Lösung wie bei den Reitwegen: „Für eine Gruppe werden ein Weg und Regeln vorgegeben, an die man sich halten soll. Selbst wenn diese Wege nur für eine kleine Gruppe wie Reiter oder Mountainbiker eingerichtet werden, so sorgen sie doch dafür, dass die Mehrzahl der Waldbesucher dadurch partizipiert.“

Logische Folge soll sein, dass sich die Mountainbiker, die sich vermutlich dann mehr im Wald aufhalten, auch auf der ausgewiesenen Route bleiben. „Man kann auch gezielt verhindern, dass Wald und Boden durch Erosionen einen Schaden nehmen. Mountainbiker könnten sich im Einklang mit Wanderern, Tier und Natur bewegen.“

Müller sagt allerdings auch klar, dass ihm von den Kritikern der Mountainbikestrecke bisher ein wirklicher Lösungsansatz fehle, um das bestehende Konfliktpotenzial in den Griff zu bekommen. „Hinzu kommt, dass Forstverwaltung und Kommunen auf Dauer nicht die Mittel und Möglichkeit haben, eine durchgehende und wirksame Kontrolle der Flächen zu gewährleisten. Selbst die Eigentümer der Waldflächen werden per Gesetz daran gehindert, Maßnahmen wie eine Komplettsperrung ihrer Flächen für die Nutzer durchzusetzen.“

Übrigens:

Die Mountainbiker sind durchaus nicht die einzigen auf dem Eltenberg, die Konflikte auslösen. Christoph Müller weist auf Geocacher hin, die gern mit GPS gestützten Daten querfeldein zu einem Cache-Fund laufen, ohne dabei auf die Wege zu achten.

Auch die Forstwirtschaft handele, so Müller, nicht immer glücklich. „Wenn man momentan durch die Wälder läuft, hat man das Gefühl, dass ein Orkan gewütet hätte, da sehr viele Bäume einfach abgeholzt werden. Dabei wird dann auch keine Rücksicht auf die festen Wege genommen. Mancher Weg war von breiten Maschinenreifen umgepflügt.“