Tütenstation für Ignoranten

Emmerich..  Ja, ein Hund macht sein Geschäft dort, wo es ihm passt. Und ja, ein Hund ist deshalb nicht verantwortlich zu machen. Dafür aber sein Herrchen. Findet auch eine NRZ-Leserin, die namentlich nicht genannt werden mag. Sie beobachtet seit ein paar Wochen, dass gerade das Neubaugebiet rund um die Merowinger Straße als Hundeauslaufstrecke immer mehr auch zum Abladeplatz für Hundekot wird.

„Es gibt schlaue Herrchen, die lassen ihren Vierbeiner extra auf einem der Bausandhügel das Geschäft erledigen. Und verbuddeln anschließend mit dem Schuh schnell den Haufen“, sagt die Leserin empört, „da möchte ich nicht Bauarbeiter sein und reingreifen müssen.“

35 Euro im Wiederholungsfall

Dazu sei es auch schwierig, den einen oder anderen Hundehalter auf seine gesetzlich geregelte Ordnungswidrigkeit aufmerksam zu machen. Da helfe auch meist keine freundliche Tonlage. „Ich habe schon zu hören bekommen, ich solle mich lieber um meine Dinge kümmern“, sagt die NRZ-Leserin. Mit diesem gesellschaftlichen Kommunikationsproblem ist sie nicht allein.

In Theorie und Praxis allerdings sollten sich unachtsame oder auch schlicht ignorante Hundehalter vorsehen. Wer dabei erwischt wird, den Kot seines Lieblings nicht zu beseitigen, dem droht ein Bußgeld. Beim ersten Mal kommt man zwar in der Regel mit einer Verwarnung davon. Dafür werden allerdings die Personalien aufgenommen. Im Wiederholungsfall gibt es 35 Euro, bei erneuter Missachtung der Regel bis zu 300 Euro.

So weit muss es nicht kommen. Sagt auch die NRZ-Leserin: „Vielleicht könnte die Stadt ja mal darüber nachdenken, an der Merowinger Straße eine Tütenstation nebst Abfalleimer anzubringen.“