Trockene Akustik im Nass

Wo heute die Bauherren und Projektleiter stehen, werden künftig die Schwimmer  ihre Bahnen ziehen.
Wo heute die Bauherren und Projektleiter stehen, werden künftig die Schwimmer ihre Bahnen ziehen.
Foto: Funke Foto Services
Die Arbeiten am neuen Reeser Hallenbad schreiten voran. Derzeit wird das Edelstahlbecken im Inneren eingebaut. Mitte Mai fällt der Startschuss für die Außenanlagen

Rees..  Das Edelstahlbecken des Hallenbades sieht keineswegs wie eine XXL-Spüle aus. „Tatsächlich besteht es aus vielen Bahnen, die zusammengeschraubt werden“, sagt Projektmanager Guido Henneke vom Planungsbüro Slangen und Koenis. Seit drei Wochen läuft der Einbau des mit weißem Kunststoff beschichteten Beckens im Hallenbad-Neubau am Grüttweg. Die Bahnen werden am Ende verschweißt, schlussendlich erhält das Becken noch eine Dichthaut. „Schließlich geben wir eine Gewährleistung von 25 Jahren, dass kein Wasser herausfließen kann“, erklärt Bauleiter Bert van der Laan. Angepeilt ist die Auflage der Dichthaut für Ende Juni.

Bevor die Folie, sie wird den Boden abdecken und an den Kanten leicht hochgezogen, für die letzte Versiegelung sorgt, stehen noch diverse andere Arbeiten an. Das Verlegen der Fliesen des Bereichs beispielsweise, in dem sich die Badegäste und Wassersportler künftig aufhalten werden. Die Flächen werden in unterschiedlichen Grün- bis Grautönen und in Anthrazit gestaltet. „So, dass jeder leicht erkennen kann, dass die Bereiche unterschiedliche Funktionen haben“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Wolfgang Punessen. Beispielsweise, wo noch Straßenschuhe erlaubt sind und wo der Barfuß-, bzw. Badesandalen-Bereich beginnt.

An vielen Stellen wird gewerkelt. „Zwischen 15 und 20 Mitarbeiter aus den verschiedenen Gewerken – Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär sowie Badtechnik – sind gleichzeitig tätig“, überschlägt Henneke und klatscht demonstrativ in die Hände, um auf die „trockene Akustik“ aufmerksam zu machen. Die gelochte Holzdecke mit unterlegter Dämmung schluckt viel Lärm. „Die Akustik im neuen Bad wird sehr viel besser, sprich es wird leiser sein als im bisherigen Bad“, verspricht Christoph Gerwers. „Alles eben auf dem neuesten Stand“, fügt der Bürgermeister hinzu und weist zudem auf die im Karree angeordnete LED-Beleuchtung an der Decke hin.

Mitte Mai starten die Arbeiten draußen für die Terrasse, die künftig von den Besuchern des neuen Hallen- wie auch des Freibades genutzt werden kann. Gleichzeitig starten Mitte Mai auch die Pflasterarbeiten und auch die Zäune werden aufgestellt. Wenn alles gut läuft, soll im August das Hallenbad eröffnet werden. „Einen genauen Termin haben wir aber noch nicht“, so der Bürgermeister.