Trauer um Hugo Uebbing

Rees..  Trauer in Rees und auch im Bistum Münster: Hugo Uebbing (59) ist tot. Er starb am 19. April im Alter von 59 Jahren plötzlich und unerwartet. Seit 25 Jahren hatte sich Uebbing in unterschiedlichen Funktionen ehrenamtlich auf diözesaner Ebene im Bistum engagiert. Zudem war er seit vielen Jahren auch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

„Sein Tod macht mich sehr traurig. Ein Vierteljahrhundert hat Hugo Uebbing, der engagierte Katholik vom Niederrhein, sich an verantwortlicher Stelle im Bistum Münster für das Laienapostolat eingesetzt und es gelebt“, würdigte der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, den Verstorbenen. Und weiter: „Hugo Uebbing, so habe ich ihn erlebt, war es dabei immer wieder wichtig, Dialoge in Gang zu setzen. Das gelang ihm herausragend, weil er nicht polarisierte, sondern Menschen mit unterschiedlichen Meinungen miteinander ins Gespräch brachte. Man konnte sehr gut mit ihm streiten, ohne dass das je persönlich wurde – und man konnte vor allem auch gut mit ihm lachen – ich habe ihn immer auch als fröhlichen Katholiken erlebt, der mitten im Leben stand. Die Basis für unsere Zusammenarbeit war seine hohe Verbindlichkeit und das gegenseitige Vertrauen. Getragen wurde er in seinem Engagement von seinem tiefen, spürbaren Glauben, seiner lebensbejahenden Haltung.“

Hugo Uebbing wurde 1990 als Delegierter des Kreisdekanates Kleve in den Diözesanpastoralrat gewählt. Seitdem war er ununterbrochen Mitglied des Rates und seit 2002 des Nachfolge-Gremiums, des Diözesanrates. Der Diözesanrat ist das oberste synodale Mitwirkungsgremium, durch das die Gläubigen des Bistums an der Leitung der Diözese durch den Bischof teilnehmen. Seit 2005 hatte Hugo Uebbing hier die Funktion des Moderators inne. In den vergangenen 25 Jahren war er immer wieder aktiv an der Konzeption und Vorbereitung von Projekten, Aktionen, Veranstaltungen, Seminaren und Gottesdiensten sowohl auf Bistumsebene, als auch auf Ebene des Kreisdekanats Kleve beteiligt. Zuletzt engagierte er sich etwa sehr stark in der Erarbeitung und Umsetzung des Diözesanpastoralplans sowie in der Vorbereitung, Planung und Durchführung des Domjubiläums. Er freute sich auch schon darauf, sich beim 101. Deutschen Katholikentag, der 2018 in Münster stattfinden wird, mit seinen Ideen und Vorstellungen einbringen zu können.

Von 1996 bis 1998 arbeitete Hugo Uebbing zudem im Diözesanforum (dem bistumsweiten Dialogprozess) mit und war von 1998 bis 2002 Mitglied der Forumskommission, die auf die Umsetzung der Forumsbeschlüsse achtete. Seit 2002 war er auch als Vertreter des Diözesanrates im Vorstand des Diözesankomitees (dem obersten Laiengremium in der Diözese) tätig.

Hugo Uebbing war Lehrer für katholische Religion und Geschichte am Theodor-Heuss-Gymnasium in Dinslaken.

Er hinterlässt seine Ehefrau und drei Kinder.