Tierische Inventur in Isselburg

1,2,3 - ganz viele: Maik Elbers bei der Inventur im Eselgehege.
1,2,3 - ganz viele: Maik Elbers bei der Inventur im Eselgehege.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Anfang und Mitte des Jahres geht es für Maik Elbers in die Gehege des Tierparks Anholter Schweiz in Isselburg. Dort wird dann der Bestand ermittelt.

Vehlingen..  Zweimal im Jahr heißt es für alle Kamerunschafe der Anholter Schweiz: „Ab in den Stall!“ Doch keine Angst: Die Sperrstunde ist nicht von langer Dauer. Denn nach und nach lässt Tierpfleger Maik Elbers die munteren Gesellen wieder frei ins große Gehege. Allerdings: Jedes Schaf, das dann den Stall verlässt, wird auch erfasst. Und zwar mit einem Strich auf einer langen Liste. Denn nicht nur Baumärkte und Co. müssen regelmäßig ihren Bestand prüfen, sondern auch ein Tierpark,

Pfauen in der Überzahl

Die regelmäßige tierische Inventur ist vom Veterinäramt des Kreises Borken vorgeschrieben. Eine Auflistung aller Tiere, die in den Gehegen der Anholter Schweiz leben, wird zweimal im Jahr an das Amt geschickt. Zweimal deshalb, weil meist Mitte des Jahres viele Jungtiere durch die Gehege toben und so dann auch erfasst werden.

Anfang Januar und in der Jahresmitte kommt der Tierpfleger deshalb mächtig ins Zählen. „Manche Tiere kann man kaum richtig zählen. Die Pfauen zum Beispiel“, erklärt er. Die lassen sich nur schwer einfangen. Sie bewegen sich lieber frei auf dem Gelände in Vehlingen. Also wird geschätzt. Um die 50 dieser Art tummeln sich, so meint der Experte, in der Anholter Schweiz.

Damit sind Pfaue zahlenmäßig bestens vertreten. Denn die Kamerunschafe kommen derzeit, ohne den Nachwuchs, auf 28. Die Zwergesel schaffen es auch nur auf 16 plus ein Jungtier. Immerhin an die 30 Damhirsche tummeln sich zwischen den Bäumen in ihrem Areal.

Korrektes Zählen ist vor allem bei den Artenschutztieren wie den Schwarzstörchen, Fischottern, Wildkatzen, Luchsen und Wölfen gefragt. Denn da schaut das Veterinäramt genau hin. Die stetige Pflege der Bestandsliste sei daher wichtig, so Elbers. Jedes Tier sei entweder gechipt oder beringt. Woher es kommt und wohin es eventuell bei einem Wechsel in einen anderen Wildpark geht, ist so bestens dokumentiert.

Das Interesse des Veterinäramtes an einer regelmäßigen tierischen Inventur ist klar: Pro Gehege gibt es für jeden Tierpark genaue Vorgaben, wie viele Tiere einer Art zwischen den Zäunen gehalten werden dürfen. Auch vermerkt ist, welches Tier dabei zum Züchten benötigt wird und welches unter die Kategorie „Nachwuchs“ fällt.

Seit sieben Jahren arbeiten Maik Elbers in der Anholter Schweiz und hat schon einige Inventuren absolviert. „Die Anzahl der Tiere insgesamt ist dabei immer stabil geblieben.“ Allerdings kommt es dann und wann dazu, dass einige Arten aus den Auflistungen verschwinden. So wie nun auch wieder. So wurden Ende vergangenen Jahres die Nerze gegen Iltisse ausgetauscht.

Ein weiterer Zuwachs, den das Team des Wildparks freut, ist der neue Kumpel von Wölfin Kira. Bei ihr ist Cäsar eingezogen. Und wer weiß. Vielleicht kann Mitte des Jahres bei der zweiten Inventur 2015 sogar ein Jungstier im Gehege der Wölfe verzeichnet werden.