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Theatergruppe Seifenblase führte das Stück „Zauberzeitstein” auf

20.12.2009 | 17:54 Uhr
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Theatergruppe Seifenblase führte das Stück „Zauberzeitstein” auf

Emmerich. Auch Kinder erleben Rivalität. Jeder will der Bessere, Klügere sein – koste es, was es wolle.

Emmerich. Auch Kinder erleben Rivalität. Jeder will der Bessere, Klügere sein – koste es, was es wolle. So erging es auch den beiden Kinder-Banden im Stadttheater Emmerich am vergangenen Wochenende, die vom Ensemble der Theatergruppe „Seifenblase” mit dem Stück `Zauberzeitstein` wieder einmal kindgerecht in Szene gesetzt wurden.

Zurufe und Tipps

aus dem Publikum

Gut 300 Kinder im Grundschulalter erlebten hautnah mit, was es heißt, eine Bande zu gründen, sich eventuell einem Anführer unterzuordnen und an einem Strang zu ziehen. Gleichzeitig aber wurden die Kinder aufgefordert, Stellung zu beziehen: Nina, die sich weigerte, sich für eine der beiden Banden zu entscheiden, benutzte Lügen, um sich selbst in einem guten Licht dastehen zu lassen. Die Kinder im Publikum protestierten laut-stark über diese Ungeheuerlichkeit und bereicherten das temperamentvolle Mitmachtheater mit Zurufen und Tipps.

Das große Bandenduell, das zeigen sollte, wer die Besseren sind – die schlauen Füchse oder die wilden Hunde – lieferten sich die acht Darsteller ohne Gewalt: Hier war Mut gefragt. Wer traut sich, eine Nacht im Wald im Zelt zu überstehen?

Streit, Machtgehabe und Drohungen überschatteten den eigentlich netten Abenteuer-Versuch. Zwei alte Freunde (Gerd Rompel und Johannes Verbücheln) kannten die verfahrene Situation aus ihrer eigenen Kindheit und warnten in wenig Furcht einflößenden Elch-Kostümen, die Kinder kugelten sich vor Lachen, als Waldgeister verkleidet vor dem verzauberten Zeltplatz.

Der Mond zog

zunächst nicht weiter

Denn wenn man sich streitet, statt gemeinsam in Frieden zusammen zu spielen, bleibt die Zeit einfach stehen. Gern gaben die beiden Geister ihre Erfahrungen an die zerstrittenen Kinder weiter. Damit der Mond weiter zog und die Zeit wieder verging, mussten alle gemeinsam am großen Zauberzeitstein drehen. Das ging nur, wenn jeder seine eigenen Ansprüche denen der ganzen Gruppe unterstellte. Und siehe da: Es klappte.

„Zum Glück”, befand der Sechsjährige Jan-Phillip am Schluss der Vorstellung. „Nina hat gejammert und gelogen, das war nicht okay.” Aber gefallen hat das Stück dem jungen Mann – wie den anderen Kindern auch. Da waren sich alle einig.

Senta Kerkhof

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