The War On Drugs kehren mit Aufwind zurück

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Haldern..  Die letzten Ostereier werden in diesen Tagen noch verputzt, da hat Haldern Pop schon das nächste Paket mit Bandbestätigungen für das Festival vom 13. bis zum 15. August – präsentiert von der NRZ – geschnürt.
Den prominentesten Namen dabei hat die US-Indie-Rock-Band The War On Drugs, die bereits 2012 auf der Biergartenbühne in Haldern spielte. Galt die Formation, die im Laufe der Jahre mehrfach die Besetzung wechselte, damals noch als Geheimtipp, so haben sie sich 2014 mit ihrem fünften Album „Lost in the Dream“ größere Aufmerksamkeit verdient.
Einen echten Appetitanreger liefert der Titelsong zum vierten Bestätigungsvideo: nämlich „Scared“ von Delta Rae. Tolles Lied. Die mehrstimmige US-Band könnte mit ihrem brandaktuellen zweiten Album „After it All“ richtig durchstarten. Ihre Musik – Rock, Blues, Folk – ist emotionsgeladen. Die Gesangsfacetten sind beeindruckend.
Die Londoner Post-Punk-Band Savages sorgt für derbe Momente beim Festival. Ihr Album-Debüt „Silence Yourself“ (2013) schaffte es – eher untypisch für die Stilrichtung – immerhin auf Platz 19 der UK-Album-Charts. Sängerin Jehnny Beth, eine Französin, prägt den Stil mit ihrem rotzigen Gesang.Die Schweizer Band Puts Marie könnte ein absoluter Knaller werden. Ihre Musik wandelt zwischen düsterem Alternative und elegantem Rock. Ihr Stil ist ähm... fleischlastig, mal rasiert, mal unrasiert – ja, Puts Marie ecken an und provozieren. Muss man mal gesehen haben. Die 2014 erschienene EP „Masoch“ sorgte für Aufmerksamkeit. Vielleicht wird Haldern Pop ein Sprungbrett für diese krasse Combo.
Hinter Låpsley verbirgt sich Holly Lapsley Fletcher, eine britische Liedermacherin, die ihre helle, gefühlvolle Stimme vor allem mit minimalistischer Elektro-Musik untermalt. Hat aber auch Soul.
Die britisch-australische Gruppe Sunset Sons hat ein paar EPs herausgebracht, aber noch kein Album. Ihr Pop-Rock ist flott, voller guter Laune und Hoffnung sowie charttauglichem Pathos. Der Zuhörer findet leicht Zugang.
Bei der australische Formation Tora klickt und krächzt und klimpert es munter. Zu der experimentellen, aber leichtfüßigen Elektromusik lässt es sich herrlich „Chillen“, wie das neudeutsch so schön heißt.
The Bronze Medal sind fünf Engländer, die wohl zum Haldern Pop Allzeit-Motto „Listen – The silent Revolution“ (Hör zu, die stille Revolution) passen. Ihre sanften Melodien entwickeln sich mit Geduld.

Leider gibt’s auch eine Absage zu vermelden: Jack Garratt wird nicht beim diesjährigen, längst ausverkauften Festival spielen. Und: Alle Bands werden in der NRZ in Porträts noch gesondert vorgestellt.