Tempo der Zuweisung von Flüchtlingen hat sich verlangsamt

Emmerich..  Das Tempo bei der Zuweisung neuer Flüchtlinge hat sich verlangsamt. Heute werden in Emmerich zwei Iraker und zwei Syrer erwartet, so dass in der Rheinstadt dann 176 Flüchtlinge leben. Fachbereichsleiter Hans Sterbenk konnte im Sozialausschuss insofern einstweilen Entwarnung geben: „Wir haben noch Platz für 25 Asylbewerbern. Wir können sie problemlos unterbringen.“ Deshalb sei der Kauf weiterer Gebäude durch die Stadt aktuell auch nicht notwendig. An der Tackenweide habe man noch ein Reservoir von fünf und an der Reeser Straße in Praest von zwei Plätzen. Außerdem habe man noch zwei Häuser am Hohen Weg und auf der Eltener Straße sowie Immobilien des Bundes in Aussicht. Aber auch Sterbenk und den Sozialpolitikern schwante, dass die Zahlen bald wieder hochschnellen könnten und Handlungsbedarf besteht. Sollte das „Bocholter Modell“ in Emmerich realisiert werden, das, so Sterbenk, vor allem Familien gerecht würde, sei eine Nachnutzung, auf die vor allem die BGE wert legt, „nicht vorgesehen, weil uns das Flüchtlingsproblem noch weiter beschäftigen wird“, so Sterbenk.

Morgen tagt ab 17 Uhr im Rathaus zum zweiten Mal der Runde Tisch Asyl. Der dürfte sich auch mit dem Konzept zur Betreuung von Asylbewerbern befassen und es mit weiteren Inhalten ausfüllen, das jedenfalls wünschte sich Peter Hinze (SPD), nachdem Sterbenk einen aktuellen Überblick geliefert hatte, was von städtischer und privater Seite so alles läuft an Sprachkursen, Beratung usw. Angesichts des Arbeitsvolumens regten Hinze wie auch Gerd Bartels (BGE) an, ein Stundenkontingent freizuschaufeln statt den Verwaltungsmitarbeitern noch mehr Arbeit aufzubürden. Bürgermeister Johannes Diks (CDU) dankte für diese Hilfestellung, aber das sei das laufende Geschäft der Verwaltung. Gleichwohl könne man nicht ausschließen, dass man doch noch personellen Bedarf anmelden müsse. Hans Sterbenk riet, drei, vier Monate abzuwarten und dann ein Fazit zu ziehen, was machbar sei.