Tannenzapfen für die Wand, Blutsschwestern für Humor

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Emmerich..  Eine Begrüßung mit Ansprachen, ein ausgezeichnetes Frühstücksbüffet und schließlich ein mit vielen lustigen Ideen gespicktes Kabarett genossen rund 50 Gäste, die zum Abschluss der Aktionen zum 50-jährigen Bestehen der evangelischen Familienbildungsstätte ge-kommen waren. Eine Woche lang hatte man gefeiert. Was seinen Grund hatte. „Wir möchten gemeinsam mit unseren Teilnehmern feiern, damit wir alle, die uns regelmäßig besuchen, auch erreichen können“, hob Daniela Weltzien hervor, die Leiterin der Bildungsstätte.

Weltzien, die vor sieben Jahren die Führungsrolle übernommen hatte, freute sich über viele Geschenke. Zu den originellsten Ideen gehörte sicher eine Wanddekoration aus Holz und Tannenzapfen, welche die Waldgruppe von Sigrid Ruß überreichte. Weltzien bedankte sich natürlich auch bei den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz.

Nach den guten Wünschen und dem Dank von Pastor Neubauer für eine gute Aufbauarbeit gab Herbert Ulrich als Vertreter der Stadt einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Familienbildungsstätte, die 1965 als evangelische Mütterschule ihre Aufbauarbeit begonnen hatte.

Zunächst war diese an der Albert-Schweitzer-Schule untergebracht. 1972 wurde dann die neue Heimstätte an der Hansastraße bezogen. Hier wurde das Angebot erweitert und passte sich im Laufe der Zeit den gesellschaftlichen Veränderungen und Bedürfnissen an.

Die Angebotspalette ist groß. Kurse und Anregungen für Eltern mit Kindern, aber auch Seminare und Veranstaltungen für alle Altersgruppen stehen zur Verfügung. Zu nennen wären: Sport, Tanzen, Yoga oder auch Entspannungskurse.

In jüngster Zeit kommen noch neue Probleme hinzu: Wer hilft den nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen, unter denen sich viele Frauen und Familien befinden, den Aufenthalt in Deutschland durch Erlernen der Sprache zu erleichtern? Erika Müller und Renate Becker versuchen, in kleinen Gruppen dieses Ziel zu erreichen. Beide sind begeistert von ihrer Arbeit.

Einen schönen Abschluss hatte die Veranstaltung durch eine kleine Kabaretteinlage. Die „Blutsschwestern“ Meike Schnake-Rupp und Corinna Ortmann nahmen Frauen und Männer in schlagfertiger Weise aufs Korn. Auf der Suche nach einem Weg, in der Bildungsstätte mit zu arbeiten, fanden sie keine rechte Idee. Wenn da nicht Liske Botteram gekommen wäre. Sie verstand es, holländische Gewohnheiten erstklassig dem Publikum zu verkaufen und verriet: „Wenn es zur holländischen Kaffeetafel geht, bitte nur ein Kookje. Dann geht der Deckel der Dose schnell wieder zu!“

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