Stockender, aber hoffnungsvoller Anfang

Der Bischof dürfte ein wenig erleichtert darüber sein, dass Emmerich nicht mehr pausenlos negative Schlagzeilen produziert. Doch auch wenn es ruhiger geworden ist in der Seelsorgeeinheit St. Christophorus/St. Johannes der Täufer heißt das nicht, dass Friede, Freude, Eierkuchen herrscht. Schon im Vorfeld der ersten Sitzung des Seelsorgerates machten unschöne Äußerungen hüben wie drüben unmissverständlich klar, dass der Aufbruch zu neuen Ufern immer noch mit reichlich Ressentiments gepflastert ist. Animositäten und Unterstellungen – da hat Pfarrer de Baey recht – helfen nicht weiter. Sie machen Kirche vor Ort kaputt. Der Pfarrer hat am niederländischen Exempel drastisch illustriert, wie das Ende aussehen kann. So weit muss es in Emmerich nicht kommen. Es ist noch nicht zu spät für eine gemeinsame Umkehr. Die Sitzung war zwar ein stockender, aber doch hoffnungsvoller Anfang, weil hier alle an einem Tisch saßen: Speelberger neben Südstaatlern usw.

Selbst der so populäre Papst kann die Kirche vor Ort nicht erneuern, das muss sie schon selbst tun.