Steiger wird in den Hafen geschleppt

Der Ponton ist in Schräglage geraten. Rosenmontag wird er sicherheitshalber in den Hafen geschleppt.
Der Ponton ist in Schräglage geraten. Rosenmontag wird er sicherheitshalber in den Hafen geschleppt.
Foto: FUNKE Foto Services
Ponton an der Rheinpromenade Emmerich befindet sich in gefährlicher Schräglage. Deshalb soll er Rosenmontag mit einem Kranschiff aufgerichtet werden

Emmerich..  Jetzt wird’s ernst, und das am Rosenmontag: Weil sich der Steiger, der vor elf Tagen vom Güterfrachtschiff Undine gerammt worden ist, in gefährlicher Schräglage befindet, soll er am Montagvormittag von einem Kranschiff aufgerichtet werden. „Wir müssen auf Nummer sicher gehen“, sagte Hildegard Keusgen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wfg), die den Steiger betreibt.

Grund dafür, dass der Ponton jetzt schräg steht und nur noch an einem Seil hängt, ist laut Wasser- und Schifffahrtsamt zum einen der niedrigere Wasserstand, zum anderen der Sog- und Wellenschlag, verursacht durch vorbeifahrende Schiffe.

Brücke wird auf Treidelpfad gelagert

Bürgermeister Johannes Diks hatte sich am Donnerstag in seiner Eigenschaft als Wfg-Geschäftsführer persönlich der Angelegenheit angenommen. Hintergrund ist wohl der sehr hohe Sachschaden, der durch den Unfall am Steiger und der 26 Meter langen Brücke, die zunächst auf dem Treidelpfad abgelegt wird, entstanden ist. „Für Schäden in der Höhe ist der Chef zuständig“, sagte Hildegard Keusgen, ohne die genaue Summe nennen zu wollen.

Fest steht, dass die Firma SBS aus Andernach, die Hersteller des Steiger ist, den Auftrag bekommen hat, den Ponton und die Brücke zu reparieren – wenn es sich denn überhaupt noch lohnt. Zunächst aber wird am Montag gegen 10 Uhr erst einmal das Kranschiff vor der Rheinpromenade erwartet.

Und ein Schiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Denn geplant ist, dass der Ponton aufgerichtet und dann in den Emmericher Hafen geschleppt wird. „Ich finde es schon klasse, dass der Chef vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Emmerich, Martin Wolters, so kurzfristig eine Mannschaft für die Aktion zusammen bekommen hat“, sagte Hildegard Keusgen. Immerhin sei dann ja Rosenmontag.

Offen ist indes weiter, ob der Steiger überhaupt noch repariert werden kann. Das wird sich wohl auch am Montag noch nicht abschließend klären lassen. Bis das geschieht, kann noch über eine Woche vergehen. Denn so viel Zeit zieht mindestens ins Land, weil entsprechende Anträge ausgefüllt werden müssen. Ein Spezialschiff wird den Ponton nämlich bis nach Andernach bringen.

Mit der Aktion am Montag will man jedenfalls verhindern, dass sich der Ponton losreißt und rheinabwärts treibt. „Nicht auszudenken, was da passieren könnte“, sagte Hildegard Keusgen zur NRZ