Stefan Verhasselt live in Emmerich
30.03.2009 | 18:23 Uhr 2009-03-30T18:23:00+0200Mal nicht im Radio, sondern livehaftig konnten und 200 Besucher im PAN den Kabarettisten aus Krefeld erleben.
„Hier ist WDR 4. Im Studio begrüßt Sie Stefan Verhasselt!” So meldet sich der Radiomoderator meist zur frühen Stunde. Seine flotten Kommentare machen den Krefelder bei den Hörern beliebt. Dass er auch als Kabarettist gut rüberkommt, wissen die Niederrheiner erst seit drei Jahren. Da stellte er sein erstes Niederrheinkabarett vor.
Mit seinem neuen Programm gastierte der 44-Jährige jetzt im PAN. Fast 200 Besucher folgten Verhasselts humorvollen Kommentaren und Assoziationen.
Stefan Verhasselt stellte sogleich ein Bild vor, das auf einer Staffelei neben ihm auf der Bühne stand. Es zeigte das Spargeldorf Walbeck, eine echte niederrheinische Impression mit Kirche und Windmühle – und nicht etwa Verhasselts Geburtsort Straelen.
Der Stolz des Niederrheiners ist sein Auto. Da fällt einem doch hinten links der berühmte Aufkleber auf der Heckscheibe auf. Da steht z. B. „Renesse” oder „Fantasialand”. Manche ärgern auch die Syltaufkleberfahrer mit dem Spruch „Das neue Sylt ist Darß-Zingst”.
Der Kabarettist erzählte von seiner Schwester mit der Pflegestufe II, die topfit im Kopf war. Dann kam der Doktor wegen des Einstufungstests. „Und plötzlich läuft die wie ein Döppken. ,Herr Doktor, so läuft die nie'”, war die einhellige Meinung der Anwesenden. Doch die Entscheidung des Arztes lautete: „Dann wollen wir mal eine Gehhilfe beantragen!”
Wie man am Niederrhein dem fremden Autofahrer den Weg erklärt, erfuhren – wenn sie es nicht schon selbst erlebt hatten – die Besucher als Nächstes. Die Information konnte sehr einfach aber auch sehr verwirrend sein.
Ein Besuch im Nachbarland Holland stand ebenfalls auf der Tagesordnung und was „sliptongs” in Groot Valkenisse für Probleme bereiteten, kommentierten viele Zuhörer mit Schmunzeln.
Sollte jemand im Zuschauerraum noch nicht gewusst haben, wie die Niederrheiner ihren Panhas herstellen, der erfuhr es an diesem Abend. Unvergesslich bleibt das echte Schwarzbrot aus niederrheinischen Bäckereien – kein Vergleich mit dem, das heute mitunter von Brotbäckereien angeboten wird.
Übrigens: Verhasselt ist wieder am 4. April, von 9-20 Uhr auf WDR 4 zu hören.
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