Staunen im Wunderland Kalkar
11.08.2009 | 19:13 Uhr 2009-08-11T19:13:00+0200
Emmerich/Kalkar. Die elfjährige Tatjana aus Kleve hatte Mut: Gestern traute sie sich in das Kettenkarussell im Kühlturm des Wunderlands Kalkar. Immerhin ein Fahrgeschäft, das bis über die Spitze des „Echotowers” fährt und sich mehr als nur beschaulich dreht.
Schon vom Zusehen kann einem schwindelig und noch ganz anders werden. Im Kalkarer Familienpark auf dem einstigen „Schnellen Brüter”-Gelände verbrachten rund 90 Kinder aus dem Kleverland - darunter auch etliche aus Emmerich und Rees - im Rahmen der erfolgreichen Sommerferienaktion der Arbeiterwohlfahrt Kreis Kleve (Awo) und der NRZ einen herrlichen Tag im Familienpark.
Betreut von großem Team
Betreut von einem engagierten zwölfköpfigen Team der Awo und begleitet von der NRZ (die sich übrigens – anders als Tatjana – nicht auf jedes Fahrgeschäft traute). Auch das Wetter spielte perfekt mit. Meist strahlte die Sonne mit den Sechs- bis Zwölfjährigen um die Wette.
Alles Kinder, deren Eltern sich keinen Urlaub für ihre Familien leisten können. Umso mehr genossen gestern alle den Aktionstag im Wunderland. Der war allerdings nicht ganz unstressig für die Betreuer. „Ein Sack Flöhe hüten ist leichter”, gab Leonie van Briel, Studentin und Honorarkraft bei der Awo lachend zu.
Die zwölf Betreuer hatten sich in Gruppen aufgeteilt, so dass auch an den Fahrgeschäften für die Einzelnen keine zu langen Wartezeiten entstanden. Maja (7) aus Kleve war – wie die meisten Kinder – von der Achterbahn begeistert. „Da habe ich mir fast den Hals weggeschrien, deswegen bin ich jetzt heiser.”
Lena (7) aus Kevelaer wollte auch mitfahren, war aber zu klein. Leon ließ das alles kalt. Der Kleine wollte durchbrennen, wohl zum nächsten Soft-eisstand, aber Leonie van Briel „entkam” er nicht. Die Kinder im Dunstkreis der Betreuer Fabian Jung und Max Schulz waren echte Achterbahnfans. Aylen (10) aus Kleve, Mirco (11) aus Materborn und Dennis (11) aus Kleve konnten nicht genug davon kriegen.
Attraktionen am Ufer des Rheins
Anders als Chantal (9), Antonia (8) und Romina (7), die unter den wachsamen Augen der Betreuer Timur Tur (23) und Sebastian Trenckmann (18) die Wildwasserbahn strapazierten und sich nichts aus nassen Klamotten machten. Die Sonne war gestern auch kein schlechter Trockner.
Natürlich gab der Wunderland-Familienpark am Ufer des Rheins noch jede Menge weiterer Attraktionen her. Karussells, Riesenrad, Schaukeln waren ebenso beliebt wie die „Tränken” mit Softdrinks und Kaffee sowie die Softeis- und Frittenbuden. Jede Menge Majo, Pommes und Softeis im Hörnchen gingen durch Kinder- und Betreuerhände. Speis und Trank waren kostenlos im Familienpark. Da waren dann auch schon mal die Augen größer als Mund und Magen verkraften konnten. Ein paar Portionen verschwanden in Mülleimern. Sehr zur Freude der vielen Wespen.
Doris Tur, pädagogische Mitarbeiterin bei der Awo, und Marion Kurth – Awo-Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie – hatten als leitende Betreuer der NRZ/Awo-Aktion viel Freude am Tag im Familienpark. Sie waren bereits im Jahr 2008 dabei. Beide arbeiteten gestern ehrenamtlich. Kurth: „Wir haben uns gedacht, dass die Aktion über Spenden möglich gemacht wurde und da wollten wir auch unseren Teil dazu beitragen. Denn das NRZ/Awo-Projekt ist wirklich gut, dafür setzen wir uns gerne ein.”
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Mehr Fotos gibt es im Internet unter www.derwesten.de/kleve
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