Staub zu Staub
16.02.2010 | 17:13 Uhr 2010-02-16T17:13:00+0100
Emmerich. Friedhelm I. von Immobil zum Narrenspiel, und Lisa I. de Komtess van de süüte Blage, machen wieder auf gutbürgerlich, die Uniformen der Narrengarde trotzen bis zum 11. 11. im Schrank den Motten, die Schwüre von Treue, sie brechen entzwei: Am Aschermittwoch ist halt alles vorbei.
Gelegenheit für die Narren, zumindest den Gläubigen unter ihnen, sich das Aschekreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen. Doch, wer von den kleinen Sünderlein glaubt, mit dem Kreuz ist's getan, alles sei vergeben und vergessen, der sollte den heiligen Ägidius anrufen, der gilt nämlich als Helfer bei der Beichte.
„Das Aschekreuz ist keine Ersatzbeichte. Es ist vielmehr ein Symbol für die Vergänglichkeit. Staub bist Du und zum Staub kehrst Du zurück, sind die Worte, die bei der Ausgabe der Kreuze gesprochen werden”, erklärt Paul Seesing. Er muss es wissen, schließlich feierte er erst kürzlich sein 50-jähriges Priesterjubiläum.
Aber woher stammt die Asche? Dafür ist in der Kirche St. Martini Küster Hans Meyer zuständig: „Ich verbrenne die Palmzweige vom Vorjahr.” Diese Zweige aus Buchsbaum werden am Sonntag vor Ostern gesegnet und in der Prozession als Zeichen des Lebens mitgetragen. Ein Teil davon, so Meyer, werde nach der Prozession eingesammelt und getrocknet. Kirchgänger, die die gesegneten Büschel mit nach Hause nahmen, brächten sie im Laufe des Jahres zurück. Einige Tage vor Aschermittwoch macht sich dann Hans Meyer ans Werk und verbrennt die Zweige. Für diesen Zweck hat er sich eine alte Mülltonne besorgt. „Die ist noch aus Zink und dient nur diesem Zweck.” Hat sich der Qualm gelegt – „das stinkt gewaltig im Freien” – und ist die Asche abgekühlt, wird diese gesiebt, bis sie ganz fein ist. Eine Plastiktüte voll, rund zehn Liter, kämen da zusammen, schätzt Hans Meyer. Vor der Messe, so auch heute, werde die Asche gesegnet und die Gläubigen bekämen ihr Kreuz. Was übrig bleibe, so Meyer, werde anschließend verstreut. Möglich, dass dies in Zukunft nicht mehr nötig ist. Hat doch Pfarrer Paul Seesing beobachtet, dass sich immer mehr das Aschekreuz holen: „Auch Leute, die sonst nicht in der Kirche anzutreffen sind.”
11:03
Meiner Meinung nach ist das mit dem Aschekreuz alles humbuk!! So ein quatsch