Städtischer Boden steht in Rees zum Verkauf

Die Wohnungen in den weißen Gebäuden stehen leer. Die Häuser sollen vom Käufer der Grundstücke abgerissen werden.
Die Wohnungen in den weißen Gebäuden stehen leer. Die Häuser sollen vom Käufer der Grundstücke abgerissen werden.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Das Areal zwischen Jungblut- und Empfängerstraße, auf dem nicht mehr vermietete Mehrfamilienhäuser der Stadt Rees stehen, wird meistbietend angeboten

Rees..  Schon lange sind die Mieter der städtischen Mehrfamilienhäuser an der Jungblutstraße 1 und 3 und Empfängerstraße 2 ausgezogen. Dieses Wohn-Karree zwischen Marktplatz und Rheinpromenade wird jetzt, dem Ratsbeschluss folgend, in Form eines Bieterverfahrens öffentlich ausgeschrieben und gegen Meistgebot veräußert.

Die Wohngebäude wurden um das Jahr 1949 errichtet. Der Zuschnitt der Wohnungen und die sanitären Einrichtungen entsprechen nicht mehr den heutigen Mindeststandards für eine Wohnungsvermietung, eine Sanierung hätte sämtliche Rahmen gesprengt.

Wer den Komplex erwirbt, der muss die darauf befindlichen Wohngebäude abreißen und die etwa 470 Quadratmeter große Grundstücksfläche bebauen. „ Die Gebäude können als Wohnungen, für Gewerbe oder gemischt, also als Büro- und Wohnraum, genutzt werden“, erklärt der städtische Wirtschaftsförderer Heinz Streuff. Die unmittelbare Stadtlage ist insbesondere für den Wohnungsbau interessant. „Ich glaube kaum, dass an dieser Stelle jemand ein Restaurant eröffnen möchte“, sagt Streuff. Hier sind Wohnungen zwischen 60 und 80 qm Größe möglich. „Vielleicht plant ja auch jemand hier eine Penthauswohnung“, kann sich Heinz Streuff vorstellen. Auf seinem Schreibtisch liegen bereits die ersten Voranfragen von Interessenten.

Bebaut werden darf hier mit bis zu zwei Vollgeschossen. Vier- bis Achterblöcke sind hier möglich.

An der Empfängerstraße, hinter der Bezirksstelle der Polizei, steht das städtische Gebäude mit den öffentlichen Toiletten und der Garage für den Dienstwagen. Dieser Gebäudetrakt soll erhalten bleiben.

Die Gestaltungssatzung für den historischen Stadtkern ist natürlich zu berücksichtigen. „Wenn es sich um ein ansprechendes Konzept handelt, sind Änderungen des Bebauungsplans hinsichtlich der Ausnutzbarkeit der Flächen oder eine womöglich geänderte Straßenführung denkbar“, so Streuff, der daran erinnert, dass die Stadt hinsichtlich ihres Planungsrechtes Einfluss nehmen kann. Der Verkauf käme auch dem Stadtsäckel zugute. Laut aktueller Bodenrichtwertkarte des Gutachterausschusses im Kreis Kleve sind in diesem Bereich die Grundstückspreise zwischen 170 und 350 Euro pro Quadratmeter angesiedelt.