Stadt hat ihre Anteile an der Tiefgarage verkauft

Die Zufahrt zur Tiefgarage soll modifiziert werden.
Die Zufahrt zur Tiefgarage soll modifiziert werden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Jetzt gehört die Immobilie unter dem Agnes Heim komplett der „Stiftung Maria Johanna Hospital“

Rees..  Für die Mieter der Tiefgarage unterm Agnes Heim wird sich absehbar nichts ändern – bis darauf, dass es für sie einen neuen Vertragspartner gibt. „Darüber sind sie aber auch schon informiert worden“, sagt der Reeser Wirtschaftsförderer Heinz Streuff. Hintergrund: Seit Anfang des Jahres hat die „Stiftung Maria Johanna Hospital“, die zur „pro homine“-Gesellschaft gehört, auch den 25-prozentigen städtischen Anteil an der Tiefgarage übernommen.

Zweckbindung war abgelaufen

„Mit der Lösung können alle zufrieden sein“, meint Streuff im NRZ-Gespräch. Eben auch die Stadt. Denn sie hatte sich im Vorfeld des Verkaufes vom Land bestätigen lassen, dass man für die in den 80er Jahren mit Fördermitteln erbaute Immobilie nichts zurückzahlen muss. Streuff: „Die Zweckbindung ist abgelaufen.“

Errichtet wurde die Tiefgarage damals, erinnert sich Streuff, um das Wohn-Quartier aufzuwerten. Sieben Millionen Mark kostete das Vorhaben, wovon sechs Millionen Mark vom Land finanziert wurden – das Programm nannte sich „Wohnumfeld-Verbesserung“.

Eigentümer der Garage mit 40 Stellplätzen waren bis vor kurzem sowohl Krankenhaus-Stiftung, weil sie das Grundstück bereit gestellt hatte, als auch die Stadt. In all den Jahren kümmerte sich eine damals gegründete gemeinsame Betreiber-Gesellschaft um das Gebäude. Die Stadt hielt etwa 25 Prozent der Anteile, die Stiftung 75 Prozent.

Während die Tiefgarage im Herzen der Stadt anfangs gegen Gebühr von Jedermann genutzt werden konnte, wurde das später geändert, weil sich der Aufwand wohl nicht gelohnt hatte. Mehrere Jahre war das Parken danach kostenlos.

Die gravierende Veränderung erfolgte 2006. „Damals brannte die Tiefgarage aus“, erzählt Heinz Streuff. Der Schaden durch das gelegte Feuer habe über 100 000 Euro betragen. Von da an wurde die Garage nur noch vermietet. Bis heute.

Jetzt will der alleinige Eigentümer wohl einige Veränderungen vornehmen, so Streuff. Geplant sei etwa, die Zufahrt zu modifizieren. „Die Nachfrage nach bezahlbaren Stellplätzen in der Stadt ist jedenfalls da“, ist sich der Wirtschaftsförderer sicher. Kosten die Parkplätze doch weiterhin 35 Euro im Monat. Das hatte ,pro homine’ noch letzte Woche angekündigt.