Spritzige Gags bei der Sitzung in Praest

Die Zuschauer hatten gut Lachen bei der Karnevals-Sitzung der Schützen Praest.
Die Zuschauer hatten gut Lachen bei der Karnevals-Sitzung der Schützen Praest.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Schützen feierten ihren Sitzungskarneval. Immer mehr Nachwuchs am Start. Standing Ovations gab es reichlich. So blieben die 500 Praester Fans in Bewegung und zollten 100 Aktiven gebührenden Beifall.

Vrasselt/Praest..  Es ist gute Tradition, dass die Praester im Saal Slütter in Vrasselt ihre Sitzung feiern. Dass ein Gebäude aber mal eben von einen zum anderen Emmericher Ortsteil wandert, ist eher ungewöhnlich. Doch auf den Eintrittskarten stand’s in fetten Lettern: Saal Slütter, Praest. Jecke Insiderkreise vermuten, dass es sich um ein neues Klon-Verfahren handele. Jedenfalls stolz und mit einem Schmunzeln im Gesicht trug Willi Roebrock die „Prasselter“ Schärpe, die man ihm noch vor einer Woche zum 22-Jährigen beim VCK Vrasselt (NRZ berichtete) verliehen hatte.

„Wir sitzen alle in einem Boot“, unterstrich Geck-Präsident Bernd Schugt. Genauso wie bei Willi Roebrock herrschte am Samstag bis kurz nach Mitternacht gute Laune beim Heimspiel des Prinzenpaares Michael II. und Kathi I. nebst Garde und Geck Angeführt von Sitzungspräsident Peter Ising gab’s immer wieder Standing Ovations! So blieben die 500 Praester Fans in Bewegung und zollten 100 Aktiven einen gebührenden Beifall.

Gleich zu Beginn nach dem Eröffnungslied von Debbie Mebus und Peter Ising gab’s den Marschtanz der Bon Amies. Einfach eine Augenweide! Im Anschluss hatte der kleine Nachwuchs das Sagen. Kinderprinz Linus, seine Prinzessin Melina und die Kindergarde statteten gemeinsam mit Geck-Kinderchefin Martina Derksen dem großen Publikum einen Besuch ab. Natürlich durften die Nachwuchsstars nicht ohne Zugabe nach ihrem Gardetanz die Bühne verlassen. Auf Kommando von Gardehauptmann Henning folgte eine schmissige „I like to move it“-Techno-Version.

Apropos Tänze: Davon gab es jede Menge. Ob der schwarz-weiße Strumpfhosentanz vom Praester Kinderkarneval, die Diamonds des Bürgervereins, die sich in Zombies verwandelten oder die „Oranje-farbenen“ Bister Boys als Fußballspieler aus dem Nachbarland, die neben Playback eine gekonnte fußballerische Jux-Einlage boten – das war herrlich anzuschauen.

Popeye-Nummer

Doch davon nicht genug. Passend zum Motto „Alle Superhelden rufen wow, 33 Jahre Praest Helau“ eroberten die Synchronschwimmer mit ihrer Popeye-Nummer die Narretei. Als Sexy Boys nahmen unter der Moderation von Riccardo Kellner die drei leicht lädierten Enrico Kellner, Luca Jung und Dustin Terhorst vom Praester Kinderkarneval an einem Casting teil.

Natürlich durften viele Wortbeiträge ebenfalls nicht fehlen: Ludmila Semifalapriczkaya alias Elke Rozendaal „hatte Sehnsucht nach Heirat“, Thomas Reintjes gab sein Debüt als „En Emmericher Single“ in der Bütt, Gardist Frank Peerenboom wusste wie man inklusive Pizza Margherita für fünf Euro von Emmerich nach Praest kommen kann und Thomas Werdelmann aus Haldern verschlug es im Urlaub in die Türkei.

„Last but not least“ Casie „Cordes“ berichtete von täglichen Begebenheiten, wie etwa der vollständigen Leerung des Zigarettenautomaten von Marcel Wolters. Grund: Wenn der ein Raucherbein hat und das abgenommen wird, kommt er nicht mehr zum Automaten.

Die Gesangsgruppe „Twoand a half men (Willi te Beck, Manuel Jonkhans und Martin van der Giet) sorgten für Stimmung und holten mal eben schnell beim „Auf uns“-Song Prinzenpaar und Gefolge auf die Bühne. Den Abschluss einer schönen Sitzung bildeten die „Bat(wo)men“, die schnell den gefährlichen „Joker“, der in Praest für Schrecken sorgte, tänzerisch in die Flucht trieben. Beruhigt konnten danach alle die Heimreise von Vrasselt nach Praest antreten.

Synchronschwimmer

Da tauchte doch glatt bei den Praester Synchronschwimmern zur Zugabe eine Dame mit blonder Perücke auf. Schnell hatte das Publikum erkannt, wer sich dahinter versteckte: der stadtbekannte Bäckermeister Bilal Fundaci. Folge: Das Gelächter über den Bäcker mit blonder Perücke wollte nicht enden.