Sparkasten-Klau in Empel endet mit Freispruch

Emmerich/Rees..  Nach dem mittlerweile sechsten Amtsgerichtstermin zum Sparkasten-Raub in einer Empeler Gaststätte vom Dezember 2013 musste Richterin Dr. Christiane Schmitz einen Freispruch gegen den Angeklagten verkünden. Der bisher dreimal säumige Hauptbelastungszeuge, ein 25-jähriger Arbeitsloser aus Rees, hatte zuvor den tatverdächtigen Gleisbauer mit seiner Aussage bei der Emmericher Polizei schwer belastet: „Ich weiß von der Sache, beim Einbruch war er es definitiv.“

Gestern aber knickte der Zeuge vor dem Gericht ein und erklärte, er habe „keine Ahnung von dem, was da vorgefallen ist“. Heißt: Wer den Sparkasten beim nächtlichen Einbruch-Diebstahl um 298 Euro erleichtert und später, rund 200 Meter vom Tatort entfernt, unter einer Brücke „entsorgt“ hatte, bleibt unklar.

Richterin Schmitz hatte dem Zeugen eindringlich vor Augen geführt, dass eine Falschaussage strafbar sei. Die Mahnung blieb in der recht wirren Aussage gestern nicht folgenlos. Der Zeuge, der von der ermittelnden Emmericher Polizei 2014 der Reeser Kifferszene rund um den Kirchplatz zugeordnet worden war, revidierte seine Aussage aus dem Juni 2014.

„Der will mir das Ding in die Schuhe schieben“, hatte der Angeklagte noch in der vierten Sitzung über seinen Ex-Freund gemutmaßt. So weit gingen Richterin und Staatsanwältin gestern bei der Befragung freilich nicht. Dass der Zeuge allerdings in den Sparkasten-Fall involviert schien, war spürbar. „Er hatte auf jeden Fall Täterwissen“, erklärte der gestern noch einmal geladene Kripobeamte. Der hatte die damalige Befragung geleitet. Auch zu anderen Einbrüchen, die sich in Rees Ende 2013/Anfang 2014 rund um den Kiffer-Treff ereignet hatten.