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Ehrenamt

Sie machen die Gesellschaft lebenswert

19.02.2010 | 18:51 Uhr
Sie machen die Gesellschaft lebenswert

Emmerich/Rees. Knapp 20 Bewerbungen sind für die Auszeichnung des Bürger- und Jugendpreises 2009 eingegangen. „Dieser Erfolg zeigt, dass der Preis den 'Zeitgeist' - oder besser gesagt, den 'Bürgergeist' trifft”. Das sagte gestern Horst Balkmann, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Emmerich-Rees

Zum 14. Mal verlieh gestern das Geldinstitut diese hohe Auszeichnung an Bürger, die sich in herausragender Weise ehrenamtlich engagieren. „Sie, meine Damen und Herren”, sagte Balkmann an die Gäste gewandt, „nutzen die Initiative, um Ihre Verbundenheit mit ehrenamtlich tätigen Bürgern wirkungsvoll nach außen zu tragen.” Auf diese Weise werde das gemeinwohlorienterte Wirken und die Nähe der Menschen zu ihrer Region sichtbar, fuhr er fort. Umrahmt war seine Rede von musikalischen Beiträgen. Anja Speh am Flügel und Mirjam Hardenberg am Violoncello entführten mit dem „Tango Jalousie”, dem Zigeuner-Tango von Jacon Gade und zwei Arien aus der Oper „Carmen” von Georges Bizet in die Welt der Oper und Operette. Dann stand der Höhepunkt des Nachmittages an: Die Laudatio auf die Preisträger und die Übergabe der Bürgerpreis-urkunde an sechs Emmericher sowie fünf Reeser Bürger oder Gruppen.

Der Bürger- und Jugendpreis der Stadtsparkasse Emmerich-Rees ging dieses Mal an die folgenden Initiativen und Personen in Rees: an die Messdiener der Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt, an Franz-Josef te Baay und Christoph Teloh, an die Mitglieder der Jugendkonferenz Rees, an Tobias Heynen und sein Organisationsteam an Melissa Bredow und Benedikt Paus vom Benindienst sowie in Emmerich an Leo Pastor, an Gerd Rompel und Petra Smink, an Gregor Pollmann, an Manfred Otten, an Wolfgang Heimann und an Marianne Bolle. Alle erhielten aus den Händen von Balkmann einen Geldbetrag über 500 beziehungsweise 1000 Euro (die NRZ berichtete) und eine gerahmte Urkunde.

Heute, so Balkmann, werde oft von der Individualisierung der Gesellschaft gesprochen. Eine Gesellschaft auf dem Ego-Tripp. „Davon haben wir heute nichts gespürt, wohl aber von Mitbürgern, die sich Herausforderungen stellen, die niemand von ihnen verlangt. Wir haben von Mitbürgern erfahren, die sich selbstlos für andere engagieren, die Grundwerte vorleben, die dem christlichen Menschenbild entsprechen und die unsere Gesellschaft lebenswert machen”, fuhr Balkmann fort.

„Ich werte das als schöne Anerkunnung für unsere Arbeit”, sagte Hanni Peters von der Reeser Jugendkonferenz. Wie ihre Kollegin Inka Helmes dachte sie schon weiter. „Das Geld können wir gut gebrauchen, damit wir die 'Nacht der Jugend' etwas größer aufziehen können”, sagte Hanni Peters. „Ich bin stolz auf unsere Reeser Messdiener”, sagte auch Diakon Michael Höfer.

Maria Raudschus

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