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Sicherheit wird groß geschrieben

11.02.2016 | 06:00 Uhr
Sicherheit wird groß geschrieben
Dipl. Ing. Matthias Koch (re./BG Verkehr) überreicht die Urkunde für eine erfolgreiche internationale Zertifizierung im Bereich Arbeitsschutz an Gregor Roes (2.v.r.) und Markus Hövelmann (2.v.l.). Mit dabei: Dipl. Ing. Josef Rumahi (li.) vom Resio Ingenieurbüro aus Rees. Er hat das Projekt für Hövelmann begleitet.Foto: DIANA ROOS

Empel.   Seit 2015 hat die Spedition Hövelmann ein Gefahrstofflager. Jetzt wurde der Reeser Betrieb durch die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft zertifiziert.

Passieren kann natürlich immer etwas. Doch mit Blick auf das neue Gefahrstofflager, das die Spedition Hövelmann seit Januar 2015 am Standort betreibt, ist das wegen der hohen Sicherheitsstandards unwahrscheinlich. Jetzt hat sich das Unternehmen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus zertifizieren lassen, und zwar durch die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft, kurz BG Verkehr.

„Das Arbeitsschutz-Management-System ist vorbildlich“, bescheinigt Dipl.-Ing. Matthias Koch von der BG Verkehr die Anstrengungen, die das Unternehmen in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz unternommen hat.

„Damit sind wir seit gut zwei Jahren befasst“, bestätigt Markus Hövelmann die freiwillig in Angriff genommene Zertifizierung, die jetzt abgeschlossen ist und auf die er wirklich stolz sei.

Das Gefahrstofflager mit einer Verschiebregal-Technik, aber auch die daraus resultierenden enormen Arbeits- und Umweltschutz-Bemühungen, dürften zwischen Arnheim und Duisburg jedenfalls einmalig sein, sagt Hövelmann. Was in der 2700 Quadratmeter großen Halle gelagert wird, darüber ist die Öffentlichkeit in der Bauphase ausführlich informiert worden.

„Wir lagern hier unter anderem Chemikalien verschiedener Kunden, bis hin zur Wasser-Gefährdungsklasse III“, erklärt der Speditions-Chef. Über 7000 Euro-Paletten oder 5200 Transport-Behälter mit je 1000 Liter Inhalt können in der 95 mal 30 Meter großen und 11 Meter hohen Halle gelagert werden.

Die verfügt über 220 Rauch- und Wärmemelder und 54 Schaumlösch-Kanonen. „Beim Störfall kann die Halle binnen drei Minuten geflutet werden“, sagt Dipl. Ing. Josef Rumahi, der das Projekt als externer Sicherheits-Experte begleitet hat. Der Beton-Boden ist als Wanne ebenfalls so ausgelegt, dass das Grundwasser im Fall eines Falles nicht verseucht wird.

Sicherheit wird jedenfalls ganz groß geschrieben bei Hövelmann. „Wobei bei uns Chemikalien nur lagern. Sie werden nicht um- oder abgefüllt“, betont Hövelmann-Geschäftsführer Gregor Roes. Natürlich seien auch die zehn Mitarbeiter, die im Gefahrstofflager arbeiten, speziell ausgebildet worden, ergänzt er. Einen eigenen Gefahrgut-Beauftragten gibt’s ebenfalls.

Dank der neuen Lagerhalle hat sich nicht nur der Umsatz der Spedition erhöht, auch neue Mitarbeiter wurden eingestellt. Und expandieren kann der Betrieb hier mit seinen derzeit 45 eigenen Fahrzeugen auch. „Der Löschwasser-Tank, der 900 000 Liter fasst, ist für eine weitere Halle groß genug“, sagt Markus Hövelmann. Eigens hierfür wird das Betriebsgelände um 30 000 Quadratmeter vergrößert. Eine Erweiterung der Gefahrguthalle sei also angedacht, aber noch nicht konkret in Planung.

Chemikalien können übrigens nicht ohne eine Freigabe von Josef Rumahi gelagert werden: „Jeder Stoff wird von mir zunächst mittels eines sicherheitstechnischen Datenblattes überprüft“, sagt er.

Wolfgang Remy

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2016-02-11 06:00
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