Schwuppdiwupp im Arbeitsleben
03.08.2010 | 16:31 Uhr 2010-08-03T16:31:00+0200
Emmerich.Lisa Arendsen und Denise Wortmann haben am Montag ihre Ausbildung bei der Firma Hantermann begonnen.
Im neuen Job von Denise Wortmann und Lisa Arendsen geht es um Herbst-Winter-Kollektionen, neue Trendfarben und modische Muster. Die jungen Frauen arbeiten aber nicht in Paris, Mailand oder New York, sondern in Emmerich. Sie nähen auch keine Kleider oder schneidern schicke Blusen, Denise Wortmann und Lisa Arendsen haben am Montag ihre Ausbildung bei der Firma Hantermann begonnen – das mittelständische Unternehmen produziert Tischdeko für die Gastronomie, vom Tischleuchter bis zur Serviette.
Rund 30 Bewerbungen hatten die beiden nach ihrem Abschluss an der höheren Handelsschule geschrieben. Und dann: „Schwuppdiwupp, hat’s geklappt“, freut sich die 19-jährige Lisa Arendsen auch heute noch über ihre Zusage. Wenn alles klappt, ist sie – genau wie ihre Kollegin – in zwei Jahren Groß- und Außenhandelskauffrau.
Dann kann es so gehen wie bei Julia Schmitt, die selbst einst Hantermann-Auszubildende war und jetzt als Produktmanagerin im Unternehmen arbeitet. Gemeinsam mit Marketing-Leiterin Ingrid van Bergen hat sie den beiden Neuen im Haus an deren ersten Tagen schon mal die Produktpalette etwas näher gebracht.
752 Euro
Bruttolohn
Wichtigste Lektion der ersten Tage: Papier ist nicht gleich Papier. Es gibt Saugstoff-Papier und sogenanntes Offset-Papier, das eine Papier wird etwa zu Servietten, das andere zu Deckchen verarbeitet. Aber: Deckchen sind auch nicht gleich Deckchen. Es gibt Topfdeckchen, Platzdeckchen und Tellerdeckchen, in verschiedenen Farben und verschiedenen Ausführungen – mal dreilagig, mal neunlagig für die großen Soßenkleckse.
Mit diesem Basiswissen durchlaufen Denise Wortmann und Lisa Arendsen nun die einzelnen Abteilungen der Firma. Lisa startet in der Vertriebssteuerungen, Denise im Finanzwesen.
Marketing-Fachfrau van Bergen räumt den beiden „gute Chancen“ ein, nach den zwei Ausbildungsjahren übernommen zu werden. Und dann gibt’s sicherlich mehr Geld als die 752 Euro brutto, die sie momentan im Unternehmen verdienen.
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