Schulen werden saniert

Am Brink-Gebäude sollen drei Räume entkernt werden, damit neue EDV-Leitungen gelegt werden können.
Am Brink-Gebäude sollen drei Räume entkernt werden, damit neue EDV-Leitungen gelegt werden können.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Marder hatte Decken-Dämmung in der Leegmeerer Grundschule verüstet. Instandsetzungsarbeiten in den Ferien an alle Schulen kosten gut 300 000 Euro

Emmerich..  Nicht nur die Farbeimer stehen schon parat: Sobald Freitag die Sommerferien starten, beginnt in allen Emmericher Schulen in der unterrichtsfreien Zeit die Instandsetzung. „Gut 300 000 Euro geben wir dafür jährlich aus“, rechnet Stephan Glapski hoch, der Leiter des Fachbereichs 3 und zuständig für die städtischen Immobilien.

Neue Duschen und Umkleidekabinen bekommt beispielsweise die Rheinschule. „Das Gebäude stammt aus den 60er-Jahren. Genau so alt sind die jetzigen Duschen“, erklärt Michael Kleipass, der die Projekte technisch betreut. Die Duschen werden überwiegend von Vereinen genutzt. Dauer der 80 000 Euro teuren Maßnahme: etwa acht Wochen, also übers Ferienende hinaus.

In der Leegmeerer Grundschule werden Klassenräume gestrichen, zudem muss die Dämmung in der Decke erneuert werden. „Hier hat ein Marder ziemlich gewütet“, schmunzeln Glapski und Kleipass.

Angenehmer wird’s für die Jungen an der Liebfrauen-Schule: Hier werden neue WCs installiert, zudem neue Trennwände aufgestellt. Für die Mädchen gibt es bereits neue Toiletten. Zudem muss an der Fassade das beschädigte Wärme-Verbund-System erneuert werden.

Während an der St.- Georg-Grundschule in Hüthum nur der Bodenbelag im Erste-Hilfe-Raum ausgetauscht wird, steht an der Michael-Grundschule in Praest eine größere Baumaßnahme an. Für über 30 000 Euro bekommt das Gebäude ein neues Dach, dazu stehen Malerarbeiten an. „Hier bekommen die Mädchen neue Toilette“, erklärt Michael Kleipass.

„Berliner Welle“ wird ausgetauscht

Weil Wurzeln die Pflastersteine auf dem Schulhof angehoben haben, stehen an der Eltener Luitgardis-Grundschule Außenarbeiten an. „Und das Dach wird in einem ersten Schritt saniert, sprich, die Eternit-Platten ausgetauscht“, sagt Kleipass. Aber schon die alten Platten, „Berliner Welle“ genannt, seien asbestfrei gewesen, ist Glapski wichtig zu sagen. Insgesamt sind vier Bauabschnitte für die Dachsanierung vorgesehen, „weil wir damit Erfahrungen sammeln müssen“, so der technische Angestellte.

An der Europa-Schule müssen Räume frisch gestrichen werden, weil die Stadt hier zwei Klassen für Gesamtschüler einrichtet. Und am Brink-Gebäude werden drei Räume entkernt, weil unter anderem Vorrichtungen für neue EDV-Leitungen her müssen.

Fünf Fenster aus Glasbausteinen werden an der Hanse-Realschule gegen Aluminium-Elemente ausgetauscht (24 000 Euro), am Willibrord-Gymnasium stehen Schönheitsreparaturen an. Zudem muss der Rettungsweg auf dem Dach der Turnhalle wegen Feuchtigkeitsschäden saniert werden.

Am Förderzentrum, das an den Kreis übergeht, stehen unter anderem Brandschutz-Maßnahmen an. Glapski: „Das Gebäude gehört ja weiter der Stadt Emmerich.“