Schützen gehen in die Offensive

Die erfolgreichsten Schützen des Vereins wurden ausgezeichnet. Im Bild:  Guido Schmeink, Micheal Strauß, Detlef van Dellen, Benjamin Kempkes, Josef Willing, Carsten Bruns, Michael Weise, Udo Weßling und Carsten Meyer.
Die erfolgreichsten Schützen des Vereins wurden ausgezeichnet. Im Bild: Guido Schmeink, Micheal Strauß, Detlef van Dellen, Benjamin Kempkes, Josef Willing, Carsten Bruns, Michael Weise, Udo Weßling und Carsten Meyer.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bürgerschützenverein Anholt macht sich Sorgen um die Zukunft – auch, weil das Geld knapp wird. Deshalb will man unter anderem um mehr Nachwuchs werben

Anholt..  Noch kann der Bürgerschützenverein seine Finanzlage als solide bezeichnen. Jedoch zeichnet sich eine Entwicklung ab, die zukünftiges Handeln im Sinne der Tradition einschränken könnte. Steuerliche Mehrbelastungen und Mindereinnahmen aus Mitgliedsbeiträgen sind hauptsächlich verantwortlich für diesen Trend.

„Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen als Fundament für unser wirtschaftliches Handeln verliert in der Vereinsbilanz immer mehr an Gewicht“, erklärte Geschäftsführer Andreas Fonteyn bei der Jahreshauptversammlung des Bürgerschützenvereins Anholt, „und dieses gilt es umzukehren, da alle anderen Einnahmepositionen sich unserer Entscheidungsgewalt entziehen.“ Und aus diesem Grunde seien Maßnahmen zu ergreifen, die diesen Trend verhindern. Die Trennung der Jahreshauptversammlung und des Frühlingsfestes sei ein erster Versuch in diese Richtung.

Man verspricht sich davon eine höhere Besucherzahl, da in den vergangenen Jahren die Jahreshauptversammlung für viele Partnerinnen doch eher wenig interessant waren, und zu einem reinen Frühlingsfest sicherlich mehr Frauen anwesend und Nichtmitglieder und Nichtanholter eingeladen seien. Eine weitere Maßnahme, die unter Umständen angedacht werden müsste, wäre die Erhöhung der Mitgliederbeiträge, erklärte Präsident Detlef van Dellen, zumal man den Mitgliedern ja auch attraktive Veranstaltungen anbieten wolle. Die letzte Erhöhung der Beiträge war im Jahre 1993.

Deutlich hob Fonteyn auch die Motivation vieler junger Kameraden hervor, die sich im Offizierskorps engagieren würden und dadurch Signale setzten, weitere junge Bürger für den Schützenverein zu begeistern. „Diesen Schwung jungen Handels kann man nicht deutlich genug hervorheben“, lobte der Geschäftsführer. Einstimmig in den Offizierskorps gewählt wurden dann auch Tim van Hal, Jan van Hal, Raphael Mäteling und Markus Bruns.

Aber auch alle anderen müssten dran arbeiten, den Bürgerschützenverein in eine gesicherte Zukunft zu führen. Und da steht eine Mitgliederwerbung an erster Stelle. Zwar wären zehn neue Mitglieder dem Verein beigetreten, aber es gab auch 19 Abmeldungen und zwei Sterbefälle, so dass das Jahr mit einer negativen Mitgliederbilanz abschloss und sich somit der Negativtrend der letzten Jahre leider fortgesetzt hat. Aktuell bestehe der Bürgerschützenverein aus 565 Mitgliedern. Es müsse dringend daran gearbeitet werden, diesem Abwärtstrend entgegen zu wirken.

Da der Bürgerschützenverein aus Anholt nach der Wahl von van Dellen bei der letzten Jahreshauptversammlung zum Präsidenten noch immer nicht über einen geeigneten Rechnungsführer verfügt, war van Dellen immer noch für die Finanzen des Vereines verantwortlich – somit auch für den Kassenbericht. Die Kasse war hervorragend geführt und somit konnte der Vorstand einstimmig entlastet werden. Man hoffe nun darauf, dass im nächsten Jahr, wenn wieder Wahlen anstehen, ein geeigneter Rechnungsführer gefunden werde.

Das Ergebnis des Kompanieschießens wurde bekannt gegeben und die Auszeichnung der entsprechen Schützen vorgenommen.