Schreckensszenario Berufsfeuerwehr

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Die CDU lehnt den Stromberg-Standort für das Feuerwehrgerätehaus kategorisch ab: Kosten würden steigen und Sicherheit der Bevölkerung ist gefährdet.

Isselburg..  Bei der Standortfrage für das Feuerwehrgerätehaus Isselburg, wird sich die CDU weiterhin für die Reeser Straße einsetzen. „Besonders unter dem Eindruck der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr wird immer deutlicher, dass der alternative Standort am Stromberg völlig ungeeignet ist“, erklärt Fraktionschef Frank Häusler. „Durch eine falsche Standortwahl des neuen Feuerwehrgerätehauses, wäre die Sicherheit vieler Isselburger Bürgerinnen und Bürger mit einer Freiwillige Feuerwehr nicht mehr zu gewährleistet.“

Fatale Auswirkung auf Haushalt

Denn die Christdemokraten gehen davon aus, dass die gesetzlichen Hilfsfristen nicht einzuhalten sind, würde das neue Gerätehaus am Stromberg gebaut. Die Bezirksregierung werde das Einhalten der Hilfsfristen aber definitiv von Isselburg einfordern. Die Konsequenz: Der Einsatz von hauptamtlichen Kräften ist laut CDU unumgänglich. „Die finanziellen Auswirkungen für unsere Stadt, dass heißt für unsere Bürger, wären dramatisch“, sagt Häusler.

Als Grundlage dieser Behauptung zieht die CDU-Fraktion eine erste Berechnung der Verwaltung heran, die zu dem Ergebnis kommt, dass der Einsatz von hauptamtlichen Kräften jährliche Personalkosten von mindestens 800 000 Euro nach sich ziehen würde. Diese Zahl könnte sich aber laut der Aufstellung auch schnell auf 1,6 bis 2,4 Millionen Euro vervielfachen. „Die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt wären fatal“, resümiert Häusler.

Darüber hinaus haben die Mitglieder der CDU eine schon jetzt deutlich spürbare Unzufriedenheit der ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden vernommen. „Nach Jahrzehnten des Vertröstens und der Diskussion um einen Standort, ist jetzt augenscheinlich der Punkt erreicht an dem die Enttäuschung zur Demotivation der Kameraden führt“, erklärt Häusler. „Eine für die Stadt Isselburg sehr gefährliche Entwicklung, die es dringend zu stoppen gilt.“

Ablehnung des Bürgerbegehrens

In diesem Zusammenhang macht der CDU-Fraktionsvorsitzende auch noch mal deutlich, dass seine Partei den von der Bürgerinitiative vorgeschlagenen Standort Stromberg im Rahmen des Verfahrens zum Bürgerbegehren ablehnen wird. Im von der CDU genannten Schreiben der Verwaltung zeigt der zuständige Fachbereichsleiter Frank Schaffeld im Übrigen noch eine weitere Möglichkeit auf. Neben der freiwilligen Feuerwehr gibt es auch die Möglichkeit einer so genannten Pflichtfeuerwehr. „Allerdings stellt eine Pflichtfeuerwehr wohl eher das absolut letzte Mittel dar“, so Schaffeld. „Seitens der Aufsichtsbehörden würden wohl zuvor alle möglichen anderen Maßnahmen erwogen und gegebenenfalls auch vorgeschrieben, bevor es zu einer Pflichtfeuerwehr kommt.“