Schneemänner grüßten im Fischerviertel

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Millingen/Empel..  Bei strahlender Sonne und winterlichen Temperaturen trafen sich 35 Mitglieder des Heimatvereins Millingen-Empel zu ihrer schon traditionellen Wanderung zwischen den Jahren am Heimathaus in Millingen.

Aber so ganz ungefährlich war in diesem Jahr die ausgesuchte Tour nicht. Zwar war Hans Tenbrink noch morgens die Strecke abgefahren, um einen sicheren Weg zu finden. Aber auch dieser war an einigen Stellen noch gefährlich glatt. Vorsichtig mussten die Wanderer sein und trotzdem kamen einige der Teilnehmen oft ganz unangenehm ins Straucheln. Und nicht nur das. Eine der Damen, die mit gewandert war, stürzte so heftig, dass sie die Wanderung nicht fortführen konnte. Gut, dass Dietmar Lange in der Nähe der Unfallstelle wohnte, sein Auto holen und sie nach Hause bringen konnte. Aber trotz allem hat ihm die Wanderung, an der er zum ersten Mal teilgenommen hatte, sehr gut gefallen.

„Die heutige Wanderung war die gefährlichste, die ich mitgemacht habe“, gestand dann auch Brunhilde Helten, „und ich wandere schon mindestens seit zwanzig Jahren mit.“ Sie freut sich immer darauf und hat durch diverse Radtouren und Wanderungen mit dem Heimatverein den Niederrhein kennen gelernt, denn ursprünglich kommt sie aus Mülheim an der Ruhr.

Vor bei am Strandbad Millinger Meer

Durch Louisendorf, vorbei am Strandbad Millinger Meer ging es ins Millinger Feld. Viele Spaziergänger kamen der Gruppe bei dem herrlichen Wetter entgegen und Schwärme von Wildgänsen begleiteten die Wanderer durch eine typisch niederrheinische Landschaft mit freiem Blick auf Wiesen und Kopfweiden. Von Pferden und einer Herde Schafe wurden sie begrüßt. Und im Fischerviertel gab es einige wunderschöne Schneemänner zu begrüßen, die die Kinder dort am Tag vorher gebaut hatten.

Dann wurden sie auch schon angezogen vom Duft des Glühweines und dem Rauch von Feuer. Bei Udo Müller in der Forellenstraße gab es beim Zwischenstopp dieses heiße Getränk und auch die Gelegenheit für die Wanderer, sich auszutauschen und von dem Schreck des Unfalles zu erholen.

„Mir gefallen die Aktivitäten des Heimatvereines immer wieder“, lobte Erika Sliwa, „seit Jahren nehme ich an allen Aktionen teil. Man hat die Möglichkeit, sich dabei mit Menschen zu unterhalten, für die es sonst oft nur zu einem ,Hallo’ reicht. Der Heimatverein trägt eine ganze Menge zum Gemeindeleben in Millingen bei.“ Und trotz des schwierigen Weges war die Wanderung zwischen den Jahren wieder ein toller Jahresabschluss des Vereins.

Bei Kaffee und Kuchen traf man sich anschließend im Heimathaus, wo auch die Mitglieder dazu gestoßen waren, die aus verschiedenen Gründen nicht an der Wanderung teilnehmen konnten.