RWE sucht Interessent für Turmstation Grietherbusch

Grietherbusch..  Die gut sichtbare Turmstation „Grietherbusch“ an der Kreisstraße 18 wird durch den Netzausbau nicht mehr benötigt. RWE Deutschland bietet sie jetzt für die Nachnutzung an. Der aus dem Jahr 1934 stammenden Turm stellt ein Zeitzeugnis der dörflichen Stromversorgung vergangener Jahrzehnte dar. Der Erhalt von prägenden Türmen im Stadtgebiet wird von der Kommune als positiv bewertet und wurde bereits an mehreren Stellen positiv unterstützt, am Naturschutzzentrum in Bienen und in Esserden.

Die über Jahrzehnte in den ländlichen Außenbereichen stehenden Türme sind fest im Landschaftsbild verwurzelt und werden von der Bevölkerung als Landmarke empfunden. Neben Brutplätzen für Schleiereulen, Waldkäuzen und Fledermäusen, Wanderunterstand oder Informationszentren sind bei der Nutzung von ehemaligen Turmstationen schon viele Ideen umgesetzt worden. Zur Unterstützung der Realisierung stellt RWE dem zukünftigen Eigentümer die eingesparten Abbruchkosten als Anschubfinanzierung zur Verfügung.

Heinrich Tenk, der bei RWE Deutschland für die Betreuung des Bereichs Rees zuständig ist, sagt zudem: „Ideen, die in besonderer Weise dem Artenschutz dienen oder besondere gemeinnützige Projekte in der Region unterstützen, fördern wir nach Einzelfallprüfung zusätzlich.“ Gewerbliche Nachnutzungen sind von der Förderung ausgenommen.

Interessierte können vor dem Abbruch des Turms Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten des Objektes vorschlagen und erörtern. Umweltverbände und Genehmigungsbehörden stehen der Nachnutzung positiv gegenüber und werden den Genehmigungsprozess entsprechend begleiten. Michael Sonfeld als Projektleiter der Turmnachnutzung bei Westnetz GmbH hält viele Ideen für potenzielle Interessenten bereit, optische ebenso wie die Installation von Ladesäulen für E-Bikes oder als Landmarke künstlerisch gestaltet mit neuer LED-Beleuchtungstechnik.