Rücktritte erschüttern PAN
19.05.2008 | 20:35 Uhr 2008-05-19T20:35:29+0200KULTUR. Matthias Erntges und Martha Welmans wollen nicht mehr in der Stiftung mitarbeiten. In Gremien schwelt Richtungsstreit.
KLARTEXTDen Solinger Kulturmanager Matthias Erntges kennt hier kaum jemand. Bei Martha Welmans sieht das schon anders aus. Sie hat sich 15 Jahre mit Herzblut für PAN engagiert. Die Rücktritte alarmieren, auch wenn es nicht die ersten und letzten sind. Was denkt da der gemeine Emmericher? Nichts Neues bei PAN!
Langsam dämmert die Einsicht, dass sich die Stadt (sie trägt bisher die Betriebskosten) stärker als bisher einbringen muss. Doch wird sie das tun vor der Kommunalwahl ? (nk)EMMERICH. Neue Rücktritte erschüttern PAN. Nun sind der Stiftungsvorsitzende Matthias Erntges und Vorstandsmitglied Martha Welmans zurück getreten. Erntges erklärte aber, kommissarisch weiterzumachen, um die Handlungsfähigkeit der Stiftung nicht zu gefährden.
Ganz offenbar liegen den Rücktritten konzeptionelle Meinungsunterschiede zugrunde. Erntges und Welmans scheinen der Überzeugung zu sein, dass der Neuanfang nur mit einer professionellen künstlerischen und organsiatorischen Leitung bzw. einem künstlerischen Beirat gelingen kann, um das PAN attraktiv für Künstler zu machen. Die andere Gruppe im Kuratorium (Heyming, Gricksch) möchte sich das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen, selbst entscheiden, was gezeigt wird und den Museumsbetrieb vor allem ehrenamtlich organisieren.
Bert Gricksch, der auch Vorsitzender des Fördervereins ist, zeigte sich gestern verärgert darüber, dass die Rücktritte im Urlaub des Kuratoriumsvorsitzenden Ludger Heyming erklärt wurden. Gricksch bestritt, dass er etwas gegen einen künstlerischen Beirat habe: "Genau dieser Punkt steht auf der Tagesordnung der nächsten Kuratoriumssitzung am 13. Juni." Es habe im Kuratorium nie mehr als eine Gegenstimme gegen einen künstlerischen Beirat gegeben, so Gricksch weiter. Wer Qualität wolle, müsse freilich Geld in die Hand nehmen. Dafür brauche man Sponsoren und ein positives Umfeld. Es gehe nicht nur mit Ehrenamtlichen, aber auch nicht ohne. Ihm gehe es um die "Gesamtgeschichte."
Für den Förderverein könne er erklären: "PAN e.V. hat keine Schulden mehr. Mein Ziel habe ich erreicht. Und es finden wieder Plakate statt. Für den e.V. ist alles auf einem guten Weg. Da sieht es so gut aus wie in den letzten drei Jahren nicht mehr. " Man habe genug Geld, um die für dieses Jahr geplanten Ausstellungen Klaus Staeck und Gisla Burkhardt durchführen zu können. Was den Direktorenposten anbe-langt: "Lasst ihn kommen!" Der e.V. allerdings sehe keine Möglichkeit, ihn zu bezahlen.
09:51
bis heute hat sich fuer mich als normalobuerger der sinn und zweck des pan museums nicht erschlossen.war der meinung das es hier darum geht die reichlich vorhandenen plakate auszustellen.sollte ein zugpferd fuer emmerich werden....was ist daraus geworden...chaos hoch drei von beginn an...