Reeser Pumpengemeinschaften feierten

Der Vorstand der Pumpengemeinschaft Kühlen Dronk und Klor Water zeigten sich vor ihrer geschmückten Pumpe am Skulpturenpark in Rees.
Der Vorstand der Pumpengemeinschaft Kühlen Dronk und Klor Water zeigten sich vor ihrer geschmückten Pumpe am Skulpturenpark in Rees.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
An diesem Wochenende feierten die Nachbarschaften wieder ihre „Kirmes“ und alle waren eingeladen. Es herrschte gute nachbarschaftliche Stimmung bis zum Dämmerschoppen.

Rees..  Es ist ein Fest mit einer weit zurückreichenden Tradition in Rees. Es gehört wohl neben dem Schützenfest zu einem der ältesten – die Pumpenkirmes. Sie entstand zu der Zeit, als das kostbare flüssige Nass, das Wasser, noch nicht in jedem Haushalt aus dem Wasserhahn kam, sondern bei den verschiedenen Pumpen in der Stadt geholt und auch bezahlt werden musste. Von dem Überschuss der Einnahmen wurde dann eine große Feier veranstaltet die Pumpenkirmes.

Und die ist geblieben. An diesem Wochenende feierten wieder die Pumpengemeinschaften ihre Kirmes und alle waren eingeladen. Der Startschuss fiel am Samstagabend. „Es gleicht manchmal schon einer Art Nachbarschaftsfest“, findet Inga Schenk, die zusammen mit ihrem Mann Frank seit drei Jahren den Pumpenmeister der zusammengelegten Pumpengemeinschaften Kühlen Dronk (Am Bär) und Klor Water onder de Lendenboom (Oberstadt) ist. Ihr Mann stimmt ihr da zwar zu, denn schließlich kenne man sich bei etwa 100 Mitgliedern, doch für ihn bedeutet die Pumpenkirmes auch, Menschen zu treffen, die man sonst das ganze Jahr über „vielleicht nicht so häufig sieht“ und spricht. Denn auch manche Mitglieder wohnen schon längst nicht mehr im ehemaligen Einzugsgebiet der Pumpenbezirke. Aber sie bleiben natürlich Mitglied und sie kommen auch immer wieder gerne. Denn schließlich gleicht die Stimmung auf so einer Kirmes auch mehr einem offenen Sommerfest für Freunde und Familien, man kennt sich, man trifft sich, man hat sich immer etwas zu erzählen.

Zur musikalischen Unterstützung des fröhlichen Abends am Skulpturenpark haben sie wieder auf die Dingdener Gruppe Casanovas zurückgegriffen. „Die kommen hier einfach gut an“, so Frank Schenk. Warum also etwas Bewährtes ändern.

Etwas ändert sich aber schon. Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr auch eine gut sortierte Cocktailbar. Gabi Hövelmann und Erika Schenk verwandelten sich an diesem Abend in die bezaubernden „Cocktail Omas“ und mixten schon vor dem offiziellen Startschuss fleißig ihre neu gelernten Cocktails. „Teilweise sind die ja schon vorgemixt und dann füllen wir nur noch den Safts dazu“, erläutert Erika Schenk ganz bescheiden. Denn richtige Mix-Vorkenntnisse beherrschen sie beide eher nicht. „Wir wollten einfach mal Neues ausprobieren“, betonen sie. Und auch eine Alternative für die Frauen bieten. Geübt haben sie vorher nicht extra, haben aber schon ihre ersten Werke probiert und sind zufrieden. Also Naturtalente. Die Orangenscheiben und Limettenstücke machen doch einen sehr professionellen Eindruck. Und auch ihr Thekenoutfit kann sich sehen lassen. Mit den bunten Bassröckchen bringen sie doch ein wenig Farbe und gute Laune ins Spiel.

Am Sonntag gab es wie immer ein gemeinsames Kuchenessen und Spezialitäten vom Grill wurden angeboten. Ehe dann der der große Umzug des Oberpumpenmeisters Dieter Verhoven zu den einzelnen Pumpengemeinschaften und zum Agnes Heim stattfand. Am Montag endet die Pumpenkirmes mit den ersten Abbauten und einem anschließenden Dämmerschoppen.