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Reeser baut sibirisches Besucherhaus im Tigergehege

21.08.2015 | 22:00 Uhr
Reeser baut sibirisches Besucherhaus im Tigergehege
Holzbau Schenk aus Rees baut das Tigerhaus im Duisburger ZooFoto: privat

Rees/Duisburg.   Holzbau Schenk baut das Besucherhaus im Duisburger Zoo. Dabei muss ihm ein Retro-Look verliehen werden mit traditioneller, russischer Holzarchitektur

Als Daniela Schenk vor Jahren für ihre Kinder den großen Tigerkopf malte, ahnte sie nicht, dass ihr Mann Rene einmal maßgebend daran beteiligt sein würde, echten Tigern im Duisburger Zoo ein neues Zuhause zu schaffen. So hängt das Tigerporträt nun im Chefbüro von Holzbau Schenk.

Seit vielen Jahren ist die Arbeit der Firma Schenk im Duisburger Zoo gefragt. Im Jahr 2011 wurde der Reeser Handwerksbetrieb mit den Holzbauarbeiten für die damals neue Erlebniswelt mit Streichelzoo, afrikanischem Kral, Alpakastall, Entdeckerhaus, Terrassen und Brücken beauftragt. Nun sollte das Tigergehege neu gestaltet werden. Dazu wurde das Planungsbüro Drecker beauftragt, den Wunsch des Zoodirektors Achim Winkler umzusetzen, den ursprünglichen Lebensraum des Sibirischen Tigers möglichst realitätsnah darzustellen.

Damit die Besucher eine Blickachse haben, wird das Revier der Tiger in zwei Teile unterteilt, so dass Jungtiere bei einer Aufzucht getrennt werden können. Das Besucherhaus wird im Stil eines sibirischen Jagdschlosses mit Ornamenten und Gesims ausgeschmückt. „Das gesamte Gebäude, das auf einem Felsplateau aus Beton steht, ist aus Holz, es wird mit Lärchenholz verschalt, sogar die Dacheindeckung besteht aus Holzschindeln“, schildert Rene Schenk den Auftragsumfang von der Treppe bis zur Dachkuppel. Natürlich muss alles im „Retro Stil“ erscheinen.

Einblicke in das Tigergehege sind über Panzerglasscheiben und schmale Öffnungen möglich. Von der Galerie des Besucherhauses ist das gesamte Revier zu überblicken. Dem Besucherhaus wird auch ein neues Zoolabor angegliedert sein.

Das Haus steht bereits im Rohbau und, was Rene Schenk besonders freut, er konnte für weitere Gewerke Reeser Handwerksbetriebe mit ins Boot holen. So wird das Besucherhaus von der Firma Bollwerk aus Haldern mit Schindeln eingedeckt. „Immerhin ist Dirk Bollwerk Schieferkünstler und Landesinnungsmeister“, konnte Schenk die Auftraggeber überzeugen. Weiterhin liefert die Firma AK Baustoffe (Kemkes) Fenster und Türen. Und auch die Lebenshilfe wurde mit der Ausarbeitung der Ornamente beauftragt. Dann können sie kommen; erst die Tiger, dann die Besucher.

Elisabeth Hanf

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2015-08-21 22:00
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