Rauchverbot oder nicht?
05.01.2012 | 17:38 Uhr 2012-01-05T17:38:00+0100
Elten.Adrian Straver will „kein Benzin ins Feuer gießen“.
Er möchte dieses Thema nur zur Diskussion stellen. Der Schützenbruder wünscht sich rauchfreie Veranstaltungen der St. Martinus-Schützenbruderschaft Elten im Kolpinghaus. „Ich war kürzlich beim Oktoberfest in München. Das war sehr angenehm“, sagt Straver über das Großereignis, bei dem nicht geraucht werden darf. Auch kürzlich im Eltener Kolpinghaus, als beim Fördererabend des Musikvereins auf Bitten der Veranstalter nicht geraucht werden sollte, habe sich kaum einer einen Glimmstängel angezündet. Gerade im Kolpinghaus, wo die verqualmte Luft schlecht abziehe, sei das sehr positiv gewesen. „Wir sind doch ein demokratischer Staat. Wir können doch offen darüber diskutieren“, sagt Straver.
Geheime Abstimmung
Diskutiert wird dies am Samstag, 14. Januar, 19.30 Uhr, auf der Jahreshauptversammlung der Schützen im Kolpinghaus an der Sonderwykstraße in Elten. Denn Straver hat einen Antrag gestellt, der unter Tagesordnungspunkt 17 behandelt wird. Eine geheime Abstimmung ist vorgesehen.
In Elten ist das Thema bereits heißer Gesprächsstoff. „Es wird äußerst gemischt diskutiert“, hat auch Brudermeister Heinz Wienhoven mitbekommen. Klar, die Raucher sind dagegen. Einige Nicht-Raucher begrüßen den Antrag. Das Rauchverbot würde sich nur auf den großen Festsaal beziehen. Beim Schützenfest findet viel draußen statt, da sei ein Verbot nicht so dramatisch, meint Wienhoven, aber Ereignisse wie der Maiball oder der Königsball finden hauptsächlich in dem Festsaal statt. Oder die Karnevalssitzung der Schützen, die am 28. Januar ansteht. „Wir werden hoffentlich demokratisch und ohne Ereiferung darüber diskutieren und abstimmen“, so der Brudermeister. Was steht noch auf der Tagesordnung? U. a. Haushaltsplan 2012 und Vorstandswahlen.
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