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Protestaktion gegen Güterferntrasse Betuwe

26.04.2010 | 10:56 Uhr
Protestaktion gegen Güterferntrasse Betuwe

Emmerich. Ein symbolträchtiger Akt zu einer symbolträchtigen Zeit: Fünf vor zwölf war es, als sich rund 150 Emmericher am Bahnübergang am Löwentor versammelten um ein Gleis zu schultern und es stadtauswärts zu tragen. Initiiert von der IG-Biss (Interessengemeinschaft Betuwe-Initiative).

Die Aktion der Interessengemeinschaft Betuwe-Initiative Sicherheit Siedlungsfern (BISS) soll im Jahr nach Vereinsgründung ein weiteres Mal die Aufmerksamkeit auf die Forderungen der Bürgerinitiative lenken: Nachtfahrverbot und Tempo 50 für Güterzüge, Lärmschutz vor Blockverdichtung und ein neues Gutachten bezüglich des Baus einer siedlungsfernen Trasse nur für den Güterverkehr gehören dazu (zum Betuwe-Spezial auf DerWesten).

Mit Protestbannern samt Schlagworten wie „Schluss mit der menschenverachtenden Wahnsinnspolitik“ und Trillerpfeifen untermauerten die Demonstranten ihre Einstellung. „Wir reden hier von 400 Güterzügen täglich, zu 75 Prozent mit Gefahrgut beladen, und durchschnittlich 160 Kilometer pro Stunde schnell“, erklärte Karl-Heinz Jansen, Vorsitzender der IG-Biss. Dagegen stehe nur das „Allernötigste an Sicherheit“ sowie nicht zuletzt private Wertverluste der Anwohner an der Bestandstrasse.

Einer von diesen Anwohnern ist Hans Knist. „Das Schlimmste ist nicht einmal das Geräusch, sondern die Erschütterung“, klagte er. Und auch auf andere Missstände wies er hin: „Mit einem Rollstuhl oder Rollator ist der Fußgängerüberweg am Löwentor lebensgefährlich.“ Die Räder der Gehhilfen bleiben leicht in den großen Löchern und Bruchstellen rund um die Schienen stecken. „Bei einem Rollstuhl kann sich sogar die Verankerung lösen und die Person herausrutschen.“

Missachtung der Kinder

Unterstützung aus dem Nachbarland erhielt der symbolträchtige Protestakt von Paul Freriks, Betuwe-Spezialist aus Zevenaar. „In den Niederlanden haben wir genau so, mit einem harten Kern, angefangen“, ermutigte er die Demonstranten. Mit Erfolg: „Dort sind die Bahntrassen durch die Gemeinden für Gefahrgüter zu großen Teilen gesperrt oder stark beschränkt worden“, wusste Jansen. Und für Paul Freriks ist klar: „Wenn man, wie in den Niederlanden, trotzdem noch immer Gefahrguttransporte über die alte, siedlungsnahe Trasse fahren lässt, nur weil das 40 Cent pro Kilometer billiger ist, dann ist das eine Missachtung für das Lebensgefühl der Bürger und vor allem der Kinder.“

Wer sich in Sachen Betuwe-Sicherheit engagieren und über das Thema diskutieren möchte, ist am Donnerstag, 29. April um 19.30 Uhr eingeladen an einer Versammlung zum Thema „Betuwe-Route, neue Erkenntnisse und wie geht es weiter?“ teilzunehmen. Die Moderation im Vrasselter Saal Slütter übernimmt dabei Gabriele Beuthner vom WDR.

Anna Heuvelmann

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Kommentare
26.04.2010
20:34
Protest gegen die Güterferntrasse
von Ein_Linker | #23

Pit, Sie schreiben von Denken ?!
Das Denken fehlte wohl den Ansiedlern an der Betuwestrecke. Wer sich an einer Bahnstrecke niederlässt, der muß damit rechnen. Und viele Neubaugebiete sind erst nach 1992 entstanden bzw. entstehen immer noch....siehe Praest, Hüthum, Elten.

26.04.2010
20:30
Protest gegen die Güterferntrasse
von Ein_Linker | #22

@Pit, ach so und die Menschen die vor 1992 an der Bahnlinie gebaut haben, glaubten eher an einen Rückgang des Bahnverkehres. Glaubten, dass es gesund sei, dort zu wohnen? Und die vielen Neubaugebiete in Elten, Hüthum und gerade Praest sind nach 1992 entstanden und entstehen immer noch. Gibt genug Dumme, öhm, Sie nennen diejenigen Denker mit Schwachstelle. Wer sich an der einer Bahnstrecke niederlässt, muß auch mit der Bahnstrecke leben können. Ansonsten soll er verkaufen und woanders hinziehen.

26.04.2010
20:19
Protest gegen die Güterferntrasse
von Emmericher | #21

@Poulver: Klar! Schon mal gehört, dass ein EVU ÖPNV anbieten MUSS bei Bedarf?

26.04.2010
20:08
Protest gegen die Güterferntrasse
von Pit01 | #20

# 13 Ein_Linker

Lernen Sie erstmal den Artikel richtig lesen. Dort steht etwas von bis zu 400 Zügen täglich. Da konnte man vor 1992 nicht im Traum denken. Aber Denken scheint ja wohl bei einigen Betuwe Befürwortern eine Schwachstelle zu sein.

26.04.2010
18:37
Protest gegen die Güterferntrasse
von Poulver | #19

Die Leute wollen eine Stadt mit guter Verkehrsanbindung,sollte die Betuwe
an der A3 gelegt werden,dann werden
die Städte Emerich,Rees,Wesel und
Dinslaken keinen Bahnhof mehr haben.
Dann Schreien die gleichen Leute.

26.04.2010
16:28
Protest gegen die Güterferntrasse
von Emmericher | #18

@elsem: Das höchste aller Gefühle ist 120 ! Und die werden selten ausgefahren

26.04.2010
14:51
Protest gegen die Güterferntrasse
von Ein_Linker | #17

Sorry !
Dreifachpost ist nicht meine Schuld, sondern irgend etwas stimmt mit der Forensoftware nicht. 2x wurde mein Beitrag nicht angezeigt. Danach habe ich den Beitrag um einen Satz erweitert.

26.04.2010
14:49
Protest gegen die Güterferntrasse
von Ein_Linker | #16

@Pit01 FF und Bonico,
ach so, vor 1992 hat man nicht gewusst, dass die Bahn laut und gefährlich ist. Das sind ja ganz neue Erkenntnisse. Ich wiederhole mich jetzt erst recht:
Wer an eine Bahnstrecke zieht, der muß mit Lärm, Dreck, Gefahren u.a. rechnen.
Und bonico: Was soll Ihre Worte Gehirnhälfte ausgefallen und Schwachsinn ?
Schon bemerkenswert, auf was für Ideen jemand mit einer Intelligenzattrappe kommt.

26.04.2010
14:46
Protest gegen die Güterferntrasse
von Ein_Linker | #15

@Pit01 FF und Bonico,
ach so, vor 1992 hat man nicht gewusst, dass die Bahn laut und gefährlich ist. Das sind ja ganz neue Erkenntnisse. Ich wiederhole mich jetzt erst recht:
Wer an eine Bahnstrecke zieht, der muß mit Lärm, Dreck, Gefahren u.a. rechnen.

26.04.2010
14:46
Protest gegen die Güterferntrasse
von Ein_Linker | #14

@Pit01 FF und Bonico,
ach so, vor 1992 hat man nicht gewusst, dass die Bahn laut und gefährlich ist. Das sind ja ganz neue Erkenntnisse. Ich wiederhole mich jetzt erst recht:
Wer an eine Bahnstrecke zieht, der muß mit Lärm, Dreck, Gefahren u.a. rechnen.

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