Polizeiwache Emmerich: Ausschreibung läuft

Für Landrat Wolfgang Spreen, hier mit CDU-Kreisgeschäftsführer Manfred Lorenz (re.), hat der Wahlkampf begonnen. Am 13. September will er wiedergewählt werden.
Für Landrat Wolfgang Spreen, hier mit CDU-Kreisgeschäftsführer Manfred Lorenz (re.), hat der Wahlkampf begonnen. Am 13. September will er wiedergewählt werden.
Foto: Anne Wohland
Was wir bereits wissen
Aber keine Details vom vorsichtigen Landrat Wolfgang Spreen. B 67n: Reeser Spediteure sollen Dr. Günther Bergmann (MdL-CDU) einmal die Kosten auf den „Rübenstrecken“ vorrechnen.

Emmerich/Rees..  Die Emmericher müssen noch ein Weilchen auf ihre neue Polizeiwache warten. Landrat Wolfgang Spreen (60/CDU), auch Chef der Kreispolizeibehörde, ließ sich bei einem Pressegespräch in der Societät nicht auf ein Datum festnageln. Nur so viel: „Das Ausschreibungsverfahren läuft.“

Nachdem Skandale um den landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) das Projekt zurückgeworfen hatten, wird jetzt ein Investor gesucht, der das Objekt dann vermietet. „Es ist bedauerlich, dass wir das nicht früher realisieren konnten“, sagte Spreen, der mit den CDU-Landtagsabgeordneten Margret Voßeler und Dr. Günther Bergmann nach Emmerich gekommen war. Spreen will am 13. September wiedergewählt werden.

Geeignete Standorte für die Wache wären u.a. das leergeräumte, ehemalige Wemmer und Janssen-Grundstück, das Steintor-Gelände oder der Schotterparkplatz Wallstraße. Die Wache bedient auch das Reeser Stadtgebiet: „Wir sind in einem guten Miteinander mit den Bürgermeistern von Emmerich und Rees“, so Spreen.

Anderes Thema: der vor allem für die Reeser wichtige Durchstich der B 67neu zwischen der A 3 und der A 57. Bergmann kündigte an, sich von Reeser Spediteuren einmal vorrechnen zu lassen, welche Kosten für sie durch Fahrten über die „Rübenstrecken“ entstünden. Das seien Kosten, die nicht sein müssten und letztlich nur die Produkte teurer machten. „Die B 67n ist wichtig“, betonte Bergmann. Das Stückchen zwischen Reeser Rheinbrücke und der Auffahrt Kervenheim müsse unbedingt im neu aufgelegten Bundesverkehrswegeplan verhandelt werden.

„Wenn wir die B 67 n haben, sind wir einen Riesenschritt weiter“, meinte auch Spreen und das auch mit Blick auf eine verbesserte rechtsrheinische Anbindung an den Flughafen Weeze.

Wolfgang Spreen, erst einen Tag aus dem kalten Sizilien-Urlaub an den sonnigen Niederrhein zurückgekehrt, teilt die Sorge von Bürgern, Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei in punkto Sicherheit an der Betuwe-Strecke. Wenn selbst die sonst so wirtschaftlich denkenden Niederländer soh hohe Standards hätten, leuchte ihm nicht ein, dass das nur einen Kilometer weiter südlich anders sein solle: „Wir müssen Zugänge finden, um im Notfall helfen zu können.“

Sollte es am Geld liegen, dann müssten die Preise für die Nutzung der Betuwe eben so gestaltet werden, dass mit den Einnahmen die Bedürfnisse der Sicherheit nach und nach wieder refinanziert werden.

Dr. Bergmann wurmt, dass der boomende Containerhafen Emmerich im Entwurf des Landesentwicklungsplanes (LEP) nicht einmal erwähnt werde: „Ich habe den LEP gelesen. Das ärgert mich maßlos.“ Er setze sich nun dafür ein, dass der Hafen nicht nur erwähnt wird, sondern den Status „landesbedeutsam“ erhält.