Platzprobleme

Emmerich..  Eigentlich wollte sich der Klever Landrat Wolfgang Spreen ein Bild von der Arbeit des Emmericher Hafens verschaffen. Doch die Rhein-Waal-Terminal-Geschäftsführer Udo Jessner und Michael Mies sowie Bürgermeister Johannes Diks und Port-Mitarbeiter Arndt Wilms wollten es nicht beim Einblick belassen und verschafften Spreen noch einen beeindruckenden Ausblick.

Nach einem Rundgang über das Hafengelände ging es für Wolfgang Spreen gemeinsam mit Udo Jessner zum Führerhaus der Containerbrücke. Dort erklärte Mitarbeiter Stephan Gudde die Funktion der Brücke. Dann durfte Spreen selbst auf dem Stuhl des Brückenfahrzeugführers Platz nehmen und den Containerkran steuern: „Mit so etwas habe ich nicht gerechnet. Es ist beeindruckend, was man nur mit wenigen Knöpfen steuern kann.“

Anschließend erläuterte Port-Mitarbeiter Wilms die Entwicklung des wasserseitigen Containerumschlages, der sich von 20 000 Standard-Containereinheiten (TEU) im Jahre 1995 auf fast 120 000 im vergangenen Jahr versechsfacht hat. Es liegen Gutachten vor, die einen Umschlag von bis zu 200 000 TEU prognostizieren, in denen die Mengen aus den Niederlanden, die aktuell 30 Prozent der Gesamtmenge ausmachen, noch nicht berücksichtigt werden.

Jessner und Mies nutzten in diesem Zusammenhang die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass der Hafen aber bereits jetzt schon mit Platzproblemen kämpft. Diks verwies auf die geplanten Ansiedlungen im Gewerbegebiet.