Pieper hat kräftig investiert

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Rees..  Das neue Büro mit Blick auf den Fahrzeughof haben die beiden Chefs am Wochenende bezogen. Auch sonst ist der Umzug ins neue Gebäude so gut wie abgeschlossen. „Jetzt muss nur noch der Platz vor der Werkstatt gepflastert werden“, sagt Heinz-Josef Pieper. Das soll im März geschehen. Der 54-jährige Landmaschinen-Mechanikermeister steht an der Spitze des traditionsreichen Familienbetriebes „Heinz Pieper Landtechnik“ im Herzen von Millingen. Und das hat gerade kräftig in den Standort investiert.

„Damit haben wir uns fit für die Zukunft gemacht“, weiß der Inhaber des Betriebes, der heute 53 Mitarbeiter an drei Standorten beschäftigt. Filialen betreibt Inhaber Heinz-Josef Pieper, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Georg bereits in der vierten Generation führt, noch in Hünxe-Drevenack sowie in Wachtendonk.

Angefangen hatte alles vor gut 125 Jahren mit einer Schmiede. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Familie dann ins Landmaschinen-Geschäft ein, baute es von Jahr zu Jahr aus. „Zuletzt wurde es aber einfach zu eng“, erzählt Georg Pieper. Der 51-jährige gelernte Bankkaufmann managt die Finanzen, kümmert sich ums Personal – und zeichnet für den Bereich Melktechnik verantwortlich.

Service wir groß geschrieben

Nach gut 15-monatiger Bauphase sei der Umstrukturierungs-Prozess nun abgeschlossen, so Heinz-Josef Pieper. Jetzt kommt die Kundschaft, überwiegend aus der Milchwirtschaft und dem Ackerbau, in einen neuen, freundlichen Empfangsbereich. Von hier aus ist alles direkt zu erreichen: das erweiterte Ersatzteil-Lager, die neue Halle für die Übergabe der Neu-Fahrzeuge, die Reparatur-Annahme sowie das Büro des neu eingestellten Werkstatt-Meisters Daniel Klug aus Millingen, der für alle Technik-Belange ebenso zuständig ist wie für die Lehrlings-Ausbildung.

In der oberen Etage stehen für die Belegschaft Sozialräume inklusive Umkleide, Dusche und Toiletten zur Verfügung – und das Chef-Büro, macht je Etage summa summarum gut weitere 700 Quadratmeter Fläche. „Außerdem haben wir bestehende Räumlichkeiten, etwa unser Ersatzteillager, kernsaniert“, ergänzt Heinz-Josef Pieper.

Traktoren, Radlader, aber auch computergestützte Melk-Roboter und vieles mehr kann man bei „Pieper Landtechnik“ kaufen. Ein Werkstatt-Team steht ebenfalls bereit, um die Wünsche der Kundschaft zu erfüllen. „Fachkompetenz wird bei uns groß großgeschrieben, in allen Bereichen“, betont der Firmenchef.

Wobei dem Service eine besondere Bedeutung obliegt: So betreut das Familien-Unternehmen bei Kunden zum Beispiel 25 selbstfahrende Futtermisch-Wagen, „und das rund um die Uhr“, unterstreicht die Geschäftsführung. Dank der Filialen bieten die Piepers ihr Geschäftsmodell in einem Umkreis von 100 Kilometer an.

Und müssen sich um den Nachwuchs keine Sorgen machen. Denn die fünfte Generation ist schon an Bord: Die Kinder von Heinz-Josef Pieper, Janine (24) und Henrik (19), sind bereits ins Unternehmen eingestiegen, Georg Piepers Filius Florian (18) ebenfalls, nur dessen Bruder Julian (14) drückt noch die Schulbank.