Pasta, Pakete und Präsentkörbe

Ina Zeidler (re) mit Kundin Annegret de Vries im Vrasselter Dorfladen.
Ina Zeidler (re) mit Kundin Annegret de Vries im Vrasselter Dorfladen.
Foto: Funke Foto Services
Den Vrasselter Dorfladen gibt es seit rund fünf Monaten. Dort gibt es fast alles zu konkurrenzfähigen Preisen. Ina Zeidler und ihr Team haben noch mehr zu bieten.

Vrasselt..  Die Tante Emma in Vrasselt heißt Ina Zeidler. Obwohl der Vrasselter Dorfladen mit einem typischen Tante-Emma-Laden früherer Zeiten nicht mehr viel gemein hat und Tante Emma auch keinen weißen Kittel trägt und kein Geruchsmix von Salami, Gurken und Meister Propper durch den Laden weht und die Tür beim Eintreten bimmelt.

Im Vrasselter Dorfladen am Rande des Dorfplatzes stehen auf rund 80 Quadratmeterm die Regale ganz akkurat hintereinander, alles wird sehr übersichtlich präsentiert, ist schnell griffbereit. Das Sortiment mit Marken- und Billigprodukten ist beachtlich. Es gibt hier auch Drogerieartikel, Pasta, Spirituosen, Tabak, Tierfutter und auch die NRZ täglich neu.

Eines hat der moderne Dorfladen mit dem guten, alten Tante-Emma-Laden gemeinsam: Man bekommt hier fast alles. Die frischen Landeier kommen von einem Geflügelhof, Obst und Gemüse von Edeka, Wurst und Fleisch (auf Bestellung) von einem Metzger aus Hamminkeln, so ziemlich alle anderen Produkte bezieht der Dorfladen von einer Neusser Firma.

Frühstückskörbe für den VVV

Aber der Vrasselter Dorfladen hat noch viel mehr zu bieten. Beispielsweise einen Hermes-Paketshop oder eine Wäschemangelservice. Ina Zeidler packt auf Wunsch auch prall gefüllte Präsentkörbe wie etwa für die gestrige Jahreshauptversammlung des Verschönerungsvereins Vrasselt. Und man bietet auch einen Lieferservice an, getreu dem Geschäftsmotto: „Von Südstaatlern für Südstaatler.“

Die Hütte sollte eigentlich brummen, zumal man preislich mit Discountern durchaus mithalten kann und auch immer wieder eigene Preisknüller auf der Pfanne hat. Tut sie aber nicht wirklich, seit der Hauseigentümer sie Mitte September 2014 öffnete. Vorher stand das Ladenlokal rund zwei Jahren leer.„Es könnte besser sein“, sagt Ina Zeidler, die mit zwei Mitarbeiterinnen den Laden schmeißt. „Das muss sich noch herumsprechen“, tröstet sie Annegret de Vries. Die Vrasselterin ist eine treue Kundin und würde sich wünschen, wenn es viele andere auch tun würden: „Jeder Vrasselter müsste fünf Euro hinlegen, damit der Laden nur ja bleibt“, meint Annegret de Vries: „Wahnsinn, was es hier alles gibt, das hätte ich nie gedacht“.

Eines ist im Vrasselter Dorfladen wie im Discounter oder Supermarkt auch: Das Schnuppzeug springt direkt neben der Kasse vor allem den Kindern ins Auge.
Der Vrasselter Dorfladen, Dreikönige 14b, hat von 7 bis 13 und von 14.30 bis 18.30 Uhr geöffnet und Mittwochnachmittags geschlossen. Samstags ist der Dorfladen von 8 bis 13 Uhr geöffnet.