Norovirus im Willibrord-Spital ausgebrochen

Emmerich..  Der hoch ansteckende Norovirus ist im St.-Willibrord-Spital ausgebrochen. Davon betroffen sind sechs Patienten auf der Station 5 c (Innere Medizin). „Derzeit zeichnet sich ab, dass die sechs Fälle bis Mitte dieser Woche ausgestanden sein dürften“, sagte Krankenhaus-Sprecher Gerd Heiming auf NRZ-Nachfrage. Die Patienten liegen isoliert in Einzelzimmern. Wer die Zimmer betritt, Ärzte oder Pfleger, muss Schutzkittel, Mund- und Nasenschutz sowie Handschuhe tragen. Die gesamte Schutzkleidung wird nach Verlassen des Zimmers entsorgt, anschließend erfolgt eine hygienische Hände-Desinfektion.

Angehörige können die sechs betroffenen Patienten nur in dringenden Fällen besuchen und müssen dann ebenfalls vor Betreten des Zimmers Schutzkleidung anlegen. Damit werden die standardisierten Hygiene-Vorschriften des Robert-Koch-Instituts bei Noroviren-Ausbruch umgesetzt. „Solche Ausbrüche gibt es immer wieder – nicht nur in Krankenhäusern und Altenheimen“, so Heiming, „es gibt weder Medikamente noch Impfungen gegen das Norovirus“. Auch der „Durchgangsverkehr“ auf der Station 5 c ist unterbunden. Aushänge weisen darauf hin und nennen die Ursache.

An den Eingängen zur Station 5 c wurden zusätzliche Behälter zur Hände-Desinfektion bereitgestellt.

Das Stationspersonal wurde noch einmal extra in Hände-Desinfektion geschult. Soweit möglich, wurden die betroffenen Patienten eingebunden. Die Erkrankten erhalten bei Bedarf auf ärztliche Anordnung Flüssigkeitszufuhr (intravenös), damit sie nicht austrocknen.

Das Norovirus ist eine meldepflichtige Erkrankung. Das St.-Willibrord-Spital steht in täglichem Austausch mit dem Gesundheitsamt des Kreises Kleve, um über den Verlauf der Erkrankung, die per Stuhlprobe nachgewiesen wird, zu berichten.