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Noch keine Schräubchenkunde

10.03.2011 | 16:33 Uhr

Emmerich.Der Ausschuss für Stadtentwicklung will Dienstag der Welasa GmbH (Johannes Welmans/Josef Schoofs) auf der Basis ihres Konzeptes den Planungsauftrag für den Neumarkt erteilen.

Mit dem endgültigen Startschuss am 5. April im Rat hätte Welasa, einzig übrig gebliebener Investor, nachdem ITG und Debiel abgesprungen sind, Planungssicherheit und könnte ernsthaft mit Mietern und potentiellen Grundstücksverkäufern verhandeln.  Freilich: Das von Welasa vorgelegte Entwicklungskonzept – 3300 qm Einzelhandel, ca. 55 Stadtwohnungen, Caritas-Sozialstation, 270 Stellplätze – halten weder die CDU, noch die Bürgerinitiative Neumarkt 21 schon für das gelbe vom Ei. Sie wünschen sich eine deutliche Attraktivitätssteigerung – darin immerhin stimmen sie überein.

Das wurde bei dem 90-minütigen Gespräch gestern deutlich, an dem Bürgermeister Johannes Diks, CDU-Fraktion sowie auf Einladung von Diks auch Vertreter von Neumarkt 21 teilnahmen und von dem Paul Geominy den Verdacht hegte, die BI solle „weichgespült“ werden.

Ankermieter aus der Textilbranche

Es sei ein „fruchtbares Gespräch gewesen“, teilte CDU-Stadtverbandschef Markus Elbers auf NRZ-Anfrage mit. Die CDU habe noch einige Wünsche, die abzielten auf Ankermieter aus der Textilbranche und eine „etwas andere Nutzung“ als 55 Wohnungen, weil sich für Investoren so ein Projekt ja auch rechnen müsse.

Am Dienstag (15. März, 17 Uhr, Ratssaal) gehe es noch nicht um die „Schräubchenkunde“ und die Farbe der Klinker, sondern „nur“ um die Einleitung des Bauleitverfahrens, so Elbers: „Dann kann Welmans planen.“ Und die Politik nur hoffen, dass alles gut geht.

Man wisse, dass man einen Investor vertraglich nicht dazu verpflichten könne, vom Neumarkt die vorteilhafte Anbindung zur 1a-Lage Kaßstraße zu schaffen. Elbers rechnet aber damit, dass Welmans das hinkriegt und Verkaufsinteressenten da sind. Die Planungsphase wird auf ein Jahr veranschlagt, die Bauphase auf ein weiteres, so dass der Neubau 2013 stehen dürfte.

Auch die Bürgerinitiative Neumarkt 21 hält das Konzept noch nicht für optimal. „Daran müssen wir noch arbeiten“, so Geominy. Die BI treibt um, dass am Ende des Tages nur Netto, Medi Max und eine Würstchenbude herauskommen und oben passiere nichts, weil die Wohnungen nicht vermietet werden können, so Geominy. „Dann haben wir ein zweites RheinCenter, und das brauchen wir nicht.“

Norbert Kohnen

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