Noch keine Hinweise auf den Pferdequäler in Haldern

Rees..  Noch sind bei der Polizei keine Hinweise zu den Tierquälereien in Haldern und Sonsfeld eingegangen. Wie berichtet hatten am Donnerstag hatten zwei Pferdehalterinnen Anzeige bei der Polizei wegen Tierquälerei erstattet. Bereits am 16. Mai war auf einer Koppel an der Alten Heerstraße ein im Genitalbereich verletztes Pferd aufgefallen. Damals dachte die Besitzerin der trächtigen Stute, Melanie Beckmann, allerdings noch, es würde sich um eine Verletzung durch einen Unfall auf der Weide handeln.

Kein Hundebiss wie in Rhede

Doch nach der Geburt des Fohlens inspizierte ein Tierarzt die Wunde und diagnostizierte, dass die Verletzung, die tief in den Scheidenkanal reicht, wohl durch einen Messerstich verursacht wurde. Diese Feststellung spricht dagegen, dass das Pferd beispielsweise von einem großen Hund angegriffen sein könnte. So einen Fall gab es vor drei Jahren in Rhede, dort wurden Heidschnucken und Alpakas verletzt.

Als Melanie Beckmann am vergangenen Sonntag ein anderes Pferd auf einen Anhänger führte, stellte sie bei diesem eine ähnliche Verletzung fest. Weiterhin wurde jetzt noch bekannt, dass am vergangenen Samstag, 13. Juni, zwischen 15.30 und 17.30 Uhr ein bislang Unbekannter wiederum ein Pferd in einem Paddock, einer Pferdekoppel, an der Straße Sonsfeld im Genitalbereich verletzte.

Tatort ist noch unklar

Der Täter oder die Täterin verschaffte sich über einen Feldweg Zutritt zum Gelände. Ob das Pferd allerdings hier auf der Wiese oder im Stall verletzt wurde ist noch unklar. Nach Angaben eines Tierarztes handelt es sich ebenfalls um eine Stichverletzung. Die Halterinnen der Pferde, die Anzeige erstatteten, sind im Alter von 39 und 48 Jahren. Die Besitzerin des vierten Pferdes, das misshandelt wurde, hat bisher noch keine Anzeige erstattet.