Neun Pappeln gefällt

Rees..  Für Aufregung sorgten jetzt neun gefällte Pappeln auf einem privaten Grundstück an der Wardstraße 31 bei einer 80-jährigen Dame. „Das sieht ja aus wie nach dem Krieg“, ärgerte sich Evelyn Urban-czyk. Alles würde aber legal laufen, wie die NRZ auf Nachfrage erfuhr.

Eine Partei des Mehrfamilienhauses besitzt am Garten, in dem die Bäume standen, ein Sondernutzungsrecht. „Bei der jüngsten Eigentümerversammlung wurde der Antrag gestellt, neun dieser Bäume fällen zu dürfen“, wusste Simon Vos, dessen Büro die Hausverwaltung übernommen hat. Ein Ansinnen, dass demokratisch von den Eigentümern der Wohnungen bejaht wurde.

Der Kreis Kleve wurde angeschrieben, um dafür die Genehmigung einzuholen. „Da die Bäume nicht im Landschaftsschutzgebiet stehen, dürfen sie gefällt werden“, teilte Ruth Keuken, Pressesprecherin des Kreises Kleve, mit. Bleibt der Artenschutz. „Bei einem Ortstermin mit dem Kreis Kleve wurde klar, dass keine geschützten Arten betroffen sind“, so Keuken weiter. Einige Pappeln seien als nicht mehr standsicher eingestuft worden. Übrigens: Der Besitzer hat die Bäume bis auf einen Meter stehen lassen, damit sie wieder neu ausschlagen können.