Neues Refugium für Tiere in Bienen

Hier an der Hueth’schen Straße hat der Anwohner Theo Billmann ein Grundstück gepachtet und ein Biotop mit Storchennest angelegt.
Hier an der Hueth’schen Straße hat der Anwohner Theo Billmann ein Grundstück gepachtet und ein Biotop mit Storchennest angelegt.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Theo Billmann pachtete Grünland, um hier ein kleines Naturparadies zu schaffen. RWE spendete den Holzmast für ein Storchennest an der Hueth’schen Straße.

Bienen..  Das Grundstück vis à vis des Hauses an der Hueth’schen Straße 6 wurde gerne als Halde für Grünschnitt und Co. genutzt. Und war für Steffi Billmann, die eine passionierte Gartenliebhaberin ist, ein Dorn im Auge. So kam ihrem Mann Theo die Idee, das Grundstück zu pachten und selbst zu bewirtschaften. Dass jetzt dort sogar ein Storchennest steht, kann er seinem Freund Peter Schilling verdanken.

Vor zwei Monaten pachtete Theo Billmann, der bei der Spedition Hövelmann arbeitet, das Grünland. Unglaublich, in wie kurzer Zeit hier ein Biotop entstanden ist. „Meine Mutter ist leider dement, so dass wir sie nicht mehr alleine lassen und verreisen können“, erzählt der Bienener. „Da haben wir uns gesagt: ‘Machen wir es uns eben hier schön!’ Nun schauen wir vom Fenster aus auf dieses schöne Grundstück.“ Ursprünglich sollte es nur eine Hundewiese werden, wo die Vierbeiner sich austoben können und niemand Angst haben muss, dass sie den Kaninchen hinterherlaufen. Doch dann überlegten sich Theo und Steffi Billmann, hier noch mehr Tieren eine Zuflucht zu bieten.

„Ich hatte gehört, dass RWE alte Strommasten für Storchennester zur Verfügung stellt“, erinnert sich Theo Billmann. Er sprach seinen Kegelbruder Peter Schilling an, der beim RWE beschäftigt war. Der wiederum kontaktierte Rainer Hegmann, Leiter der RWE-Hauptregion Niederrhein, der sofort zusagte, einen solchen Mast zu besorgen. 14 Tage später schon erreichte der Mast die Hueth’sche Straße. Die aufwendige Stahlunterkonstruktion, die 1,60 Meter in den Boden reicht, wurde von der Firma Spiegelhoff in Bocholt gesponsert. Im Internet fand Theo Billmann einen Hersteller von Nestkörben aus Itzehoe und bald schon stand der ansehnliche Mast mit Storchennest am Rand der Wiese. „Etwa 20 Störche werden regelmäßig in der Hetter gesichtet“, weiß Billmann, der hofft, dass sie sich für das kommenden Jahr schon mal in seinem Garten umsehen und das Nest, das dann entsprechend mit Holzästen bestückt sein wird, „buchen“.

Vom Schloss Hueth erhielt Theo Billmann alte Klinkersteine und weitere Holzstämme, in die er Löcher bohrte. „Das wird ein Stamm für Wildbienen.“ Diese sind hier ebenso willkommen. Aber es liegen auch Steine im Feuchtbiotop für Molche und Kröten bereit. „Ich habe mich beim Naturschutzzentrum beraten lassen“, so der Bienener, der sich freut, vor seiner Haustür nun die Natur in vollen Zügen erleben zu dürfen. Und dem es gar nichts aus macht, wenn sich auf der Hüth’schen Straße Fuchs und Hase gute Nacht sagen.